Nordeifel - Auch der Tourismus in der Eifel profitiert vom CHIO

Auch der Tourismus in der Eifel profitiert vom CHIO

Von: Andreas Gabbert
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Ob Rurseefest, Monschau-Festival oder CHIO: Der Tourismus in der Nordeifel profitiert von den großen Veranstaltungen: Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Wenn sich die Elite des Pferdesportes beim Aachener CHIO trifft, wenn beim Festival auf der Monschauer Burg klassische und moderne Klänge erschallen oder wenn in Rurberg das große Rurseefest gefeiert wird, zahlt sich das auch für die Übernachtungsbetriebe in der Eifel aus.

In Monschau liege die Auslastung der meisten Häuser in der Ferienzeit und teilweise noch bis in den September bei rund 80 Prozent. „Einige Gäste sind auch wegen des CHIO hier“, sagt die Geschäftsstellenleiterin der Monschau-Touristik, Barbara Frohnhoff. Das Monschau-Festival und der Monschau-Marathon würden zu manchen Terminen auch zu einer höheren Auslastung führen.

Generell sei es aber inzwischen schwierig, eine Aussage zu treffen, warum die Gäste in der Stadt übernachten. Früher habe man solche Informationen oft während der Buchung aus Gesprächen mit den Gästen erfahren. Inzwischen würden aber viele Besucher ihr Zimmer über Internetportale buchen. Deshalb sei es schwer, vorab eine verbindliche Aussage zu treffen. „Man weiß eben oft nicht, warum die Gäste da sind“, sagt Frohnhoff.

Hohe Auslastung am Rursee

Es gebe durchaus Gäste, die anlässlich des CHIO in der Eifel übernachten und den Besuch des Reitturnieres mit einem Aufenthalt am Rursee kombinieren würden. „Jedoch zu sagen, dass dies die Auslastung spürbar steigert, wäre nicht richtig. Vor allem da wir uns aktuell in der Hauptsaison befinden und die Region insgesamt sehr gut besucht ist“, sagt die Geschäftsführerin der Rurseetouristik, Astrid Joraschky. Derzeit sei es recht schwer, an den Wochenenden noch Zimmer zu bekommen, in der Woche könne das schon eher mal klappen.

Aber auch hier sei eine Planung sinnvoll. „Auf gut Glück ohne Unterkunft in die Eifel zu kommen, kann ein Risiko bedeuten“, sagt Joraschky. Dies betreffe vor allem das Wochenende, an dem das Rurseefest stattfindet. „Dann sind erfahrungsgemäß auch die wenigen Restbetten sehr schnell belegt.“ Für das Monschau-Festival gelte das Gleiche wie für den CHIO: Es gebe sicher vereinzelt Gäste, die wegen dieser Veranstaltungen am Rursee übernachten. Jedoch treibe das die Übernachtungszahlen „in der im Sommer ohnehin schon recht gut ausgelasteten Rursee-Region“ nicht deutlich in die Höhe. Der Einzugsbereich der Festspiele liege in Monschau selbst, erklärt Joraschky.

Das Rurseefest und die Festspiele würden beide große Besuchermengen anziehen. „So unterschiedlich sie sind, so schön ist es zu sehen, wie stark die Resonanz ist und wie sie dazu beitragen, die Region neben dem hervorragenden Angebot an Naturerlebnissen auch kulturell aktiv zu zeigen.“ Jede Veranstaltung, darunter auch „kleinere“ Formate, wie zum Beispiel Lit.Eifel-Lesungen, die Montjoie Musicale oder die Rursee-Sessions würden zeigen, wie facettenreich und vielfältig die Region ist.

Während CHIO ausgebucht

„Das Monschau Festival ist ein ganz wichtiger Impuls für den Tourismus in der Nordeifel“, sagt der Vorsitzende der Roetgen-Touristik und Geschäftsführer der Roetgen-Therme und des Hotels am Eifelsteig, Stamos Papas. Während das Monschau-Festival seit Jahren für ausgebuchte Betten sorge, habe man vom CHIO jahrelang wenig gemerkt. Erst in den vergangen beiden Jahren seien die Übernachtungszahlen anlässlich des CHIO spürbar angestiegen.

Ein Grund dafür habe möglicherweise in einer mangelnden Zusammenarbeit mit dem Aachen-Tourist-Service und einer fehlenden Berücksichtigung durch diesen gelegen. Inzwischen sei man aber während der ganzen CHIO-Woche ausgebucht, sagt Papas. Auch das Rurseefest mache sich positiv bemerkbar. Die Tendenz sei hier stabil.

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