Auch Bernhard Müller will Roetgener Bürgermeister werden

Von: P. St.
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Klare Zielsetzungen formulierte Bernhard Müller, die er als Roetgener Bürgermeister gerne in die Tat umsetzen möchte. Den Ortsverband der Grünen überzeugte er bereits bei seiner Kandidaten-Bewerbung. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Beim Rennen um das Bürgermeisteramt in Roetgen sind nun auch die Grünen durchgestartet: Der Ortsverband nominierte einstimmig den 66-jährigen Bernhard Müller als Nachfolger für Amtsinhaber Manfred Eis (SPD), der nach 18 Jahren als Chef im Rathaus nicht mehr antritt.

Mit 15 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen erhielt der einzige Bewerber das Vertrauen der Mitglieder. Die Kandidatenwahl im Lokal Brunnenhof verlief zwar bei weitem nicht so spannend wie das zeitgleich stattfindende DFB-Pokalfinale in München, aber dies dürfte im bevorstehenden Wahlkampf anders werden. Denn bei der Bürgermeisterwahl, die am 13. September stattfindet, haben die Bürger jetzt die Wahl zwischen fünf Kandidaten.

Bernhard Müller lieferte seinen Roetgener Parteifreunden eine engagierte Vorstellung. Redegewandt und selbstbewusst ließ er keinen Zweifel daran aufkommen, dass er es ernst meint mit seiner Kandidatur und seine über 30-jährige Erfahrung als Manager, Unternehmer und Unternehmensberater zum Wohle der Gemeinde einbringen möchte. Auch Gerd Pagnia, selbst zweimal als Bürgermeister-Kandidat angetreten und Grünen-Politiker der ersten Stunde in Roetgen, sieht gute Chancen für den Kandidaten, der sich erst im Herbst 2013 den Roetgener Grünen anschloss und nach der Kommunalwahl 2014 in den Gemeinderat einzog.

Pagnia: „Diesmal wollen wir es wissen und unser Kandidat auch.“ Man werde einen Wahlkampf „mit vollem Einsatz“ führen. Ziel sei es mit einem Ergebnis von rund 30 Prozent eine Stichwahl zu erreichen. Die hochprozentigen „guten Geister“, die Bernhard Müller nach seiner Wahl vom Ortsverband erhielt, sollen den Kandidat beflügeln, dieses Ziel zu erreichen. Dass der Roetgener Bürgermeister erst in der Stichwahl am 27. September ermittelt wird, steht für alle politischen Beobachter angesichts von fünf Kandidaten außer Zweifel.

„Modern, ökologisch, l(i)ebenswert und zukunftsfähig“ möchte Bernhard Müller seine Gemeinde als Bürgermeister sehen. Roetgens neuer Bürgermeister müsse vor allem Unternehmergeist zeigen, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. „Ein schnelles Internet“ sei längst überfällig, denn Roetgen sei bisher „absoluter Nachzügler in der Nordeifel“. Die Bürger sollten aktiver in die politischen Prozesse vor Ort eingebunden werden, beispielsweise über einen Bürgerhaushalt im Zuge der Etatberatungen. Die Wahl von Ortsvorstehern für alle Ortsteile der Gemeinde ist für Bernhard Müller ebenso ein Thema wie auch eine „Roetgen-App“.

Die ökologische Weiterentwicklung Roetgens ist von Natur aus eine grünes Thema. Hier möchte Müller Akzente setzen bei der Einstellung eines Klimamanagers gemeinsam mit den Nachbarkommunen, und er möchte 200 Hausbesitzer dafür gewinnen, eine Photovoltaikanlage auf ihr Dach zu setzen, „denn Sonnenstrom lohnt sich entgegen aller Unkenrufe auch finanziell“.

Als Dorf im Grünen passe ein weiteres Gewerbegebiet am Ortseingang, „das ohnehin nur Platz für acht Betriebe biete und das „Tor zur Eifel verschandelt“, nicht zu Roetgen.

Ferner möchte Müller dafür sorgen, dass ein lebens- und liebenswerter Ort wie Roetgen „nicht von Investoren überrannt wird und eines Tages wie Aachen-Brand oder Haaren aussieht“.

Schließlich müsse man den Ort auch für Jugendliche lebenswerter gestalten. Dazu solle man die Jugendlichen selbst fragen, „was sie wollen und was sie brauchen“. Insgesamt gelte es, schloss Müller seine Bewerbungsrede, „die veränderten Anforderungen an modernes Leben auf dem Land wie in der Stadt in gleicher Weise zu erfüllen“.

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