Auch beim „Ernst des Lebens” den Spaß nicht verlieren

Von: hes
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17 Jugendliche erlebten am Mittwoch ihren letzten Schultag an der Förderschule Nordeifel im Kreis der großen Schulfamilie und vieler Gäste. Foto: H. Schepp

Eicherscheid. Viel Spaß, ein wenig Ernst und ein Schuss Emotionen - das waren die Zutaten des Abschieds-Cocktails, mit dem die Förderschule Nordeifel am Mittwoch auf ihre Abschlussklasse anstieß. 14 Schülerinnen und Schüler verlassen das familiäre Umfeld an der Bachstraße, um sich neuen Herausforderungen auf dem Weg ins Berufsleben zu stellen.

„Es ist in diesen Tagen der vielen Schulabschlussfeiern gerne vom "Ernst des Lebens" die Rede, der nun für die Jugendlichen beginne”, sagte Schulleiter Robert Knauff, als er in der vollbesetzten Turnhalle der Schule Eltern, Kollegium, Gäste und die gesamte Schulgemeinschaft begrüßte. Für das Leben zu lernen, müsse zwar mit dem nötigen Ernst geschehen, falle aber mit einer Portion Spaß auch immer leichter, riet Knauff den Entlassschülern, „das richtige Maß zwischen Ernst und Spaß” für sich zu finden.

Der Schulleiter war „glücklich und froh, dass ihr es alle geschafft habt, dass ihr alle einen direkten Anschluss an die Schulzeit gefunden habt”, zeigte Robert Kanuf die weiteren Wege der Jugendlichen auf.

Die meisten Abschlussklässler werden auf dem Berufskolleg ihren Hauptschulabschluss anstreben, andere nehmen an Förderkursen im BGZ als berufsvorbereitende Maßnahme teil. Wieder andere Schüler wechseln ins Arbeitsleben, sei es in der Caritas-Werkstatt für Behinderte oder direkt in eine handwerkliche Ausbildung.

„Aber heute ist erst einmal Euer Tag”, sagte Schulleiter Knauff, nicht ohne eine Perspektive aufzuzeigen, „die Euch Mut machen soll”, erwähnte Knauff einen Schüler, „der heute vor fünf Jahren an dieser Schule verabschiedet wurde und in den nächsten Tagen sein Abitur entgegen nehmen wird.”

Umrahmt von einem Wortgottesdienst, den der katholische Pfarrer Karl-Heinz Stoffels und der evangelische Pastor Volker Böhm hielten, sowie bunten Tanz-, Musik- und Sketcheinlagen überreichten Schulleitung und Klassenlehrer dann die Zeugnisse an die 14 Abschlussklässler. Der große Moment zeigte auch die ganze Bandbreite der Emotionen bei den Schülern auf - von den coolen Jungs über das ein oder andere Tränchen, vor allem bei den jungen Damen, bis hin zu Christian, der seiner Freude völlig freien Lauf ließ und seine Klassenlehrer herzlich umarmte.

Als Sprecher der Abschlussklasse dankten Falk Fölsch und Sandra Doemens den Lehrerinnen und Lehrern „für Ihre Geduld mit unserem chaotischen Haufen”. Es sei vor allem Klassenlehrerin Verena Steinhoff und Klassenlehrer Rolf Kahrau gelungen, „aus uns eine Gemeinschaft zu machen”.

„Aus mancher Patsche geholfen”

Aus der Lehrerschaft hoben die Entlasschüler stellvertretend Edith Falk und Meike May hervor, ihr Dank galt den Schulleitern Robert Knauff und Karl-Martin Esser, den Reinigungskräften und den Küchenfeen, „die das Essen hier zumindest immer gut aussehen ließen”, meinte Stufensprecherin Sandra Doemens augenzwinkernd.

Weiterer Dank der beiden Stufensprecher ging an die „stets hilfsbereite Schulsekretärin und guten Seele” Irmgard Goffart, Hausmeister Günter Offermann, „der alles repariert hat, was wir kaputt gemacht haben”, und den Schulsozialarbeitern Heidi Schönhofer und Wolfgang Tambornino, „die uns aus mancher Patsche geholfen haben”.

Diesem Dank schloss sich Beatrix Pauls-Breuer für Klassen- und Schulpflegschaft an, ihr Lob galt zuvorderst dem „pädagogischern Geschick des Kollegiums, mit dem an der Förderschule eine gute Lern- und Wohlfühlatmosphäre geschaffen” worden sei. In der Sprache der Schüler gab sie der Abschlussklasse mit auf den Weg: „Macht Euer Ding!”
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