Auch bei „Zoff” Ruhe bewahren

Von: Sarah Maria Berners
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Wo Menschen aufeinander treffen können Konflikte entstehen, das ist bei Kindern nicht anders. In offenen Ganztagsschulen müssen Kursleiter und Betreuer manchmal helfen, die Konflikte zu bewältigen. Foto: Imago

Lammersdorf. In der offenen Ganztagschule leisten die Betreuerinnen und Kursleiterinnen wichtige Arbeit. Damit Eltern ihren Berufen weiter nachgehen können, machen die Betreuer mit den Kindern Hausaufgaben, die Kursleiter bieten spannende Kurse wie Waldpädagogik, Kochkurse oder Sportaktionen an.

Das ist auch an der Kalltalschule so. Die Kinder haben dann schon einen anstrengenden Schultag hinter sich, vielleicht hat es auch Ärger gegeben.

Da ist es klar, dass es auch in der Nachmittagsbetreuung - genau wie Zuhause - schon einmal Konflikte gibt, sei es zwischen zwei Kindern oder auch einem Kind und der Kursleiterin. Wie aber können solche Konflikte gelöst werden? Müssen Betreuer immer eingreifen? Um derartige Fragen zu beantworten, hatte Betreuerin Kiliane Sawallich, die an der Schule einen Judo-Kurs anbietet, eine Seminar initiiert. Die psychologische Trainerin Michaele Stroben leitete diese Fortbildung zum Thema Konfliktbewältigung.

Dabei war zunächst der Blick auf die eigene Person wichtig. „Wie gehe ich mit Konflikten um?” lautete eine Frage, mit der sich die Teilnehmer auseinandersetzen mussten.

Körperhaltung ist wichtig

Außerdem lernten die Teilnehmer, wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen sowie Absprachen zu treffen und vor allem, diese auch durchzusetzen. „Dabei spielt die Körperhaltung eine bedeutende Rolle”, weiß Stroben. Die Haltung kann den Kindern signalisieren: Bis hier und nicht weiter.

Anhand von Fallbeispielen und Rollenspielen wurden Lösungsstrategien erprobt und gezeigt, wie Betreuer beispielsweise einen Konflikt mit einem Kind, das sich stets über Grenzen hinweg setzt, lösen können. „Es ist nicht einfach, Konflikte zu lösen, und einen allgemeingültigen Weg gibt nicht”, weiß Doris Läufer, die die Ganztagsangebote koordiniert. Jeder Betreuer, jeder Kursleiter müsse seine eigenen, individuell passenden Strategien finden. Im Kurs gab es aber das Rüstzeug, gab es Tipps und Hilfestellungen, um in Konfliktsituationen richtig handeln zu können.

Die Teilnehmer haben gelernt, dass sie sich in einer Konfliktsituation immer Zeit nehmen müssen, um - wenn auch nur wenige Sekunden - in Ruhe nachzudenken und die Konfliktsituation von außen zu betrachten.

Mit derartigen zusätzlichen Qualifizierungsmaßnahmen kann das OGS-Personal eine noch bessere Nachmittagsbetreuung der Kinder gewährleisten. Zahlen mussten die Teilnehmer für die Fortbildung übrigens nichts. Die Kosten hat der Trägerverein der OGS übernommen.
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