Monschau - Aseag mit Modellprojekt: Als Testperson Bus fahren

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Aseag mit Modellprojekt: Als Testperson Bus fahren

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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Unterwegs mit dem Bus: Im Rahmen eines Pilotprojektes sollen im Stadtgebiet Monschau Testpersonen mit ihren Erfahrungen dazu beitragen, die Wünsche der Kundschaft und den Fahrplan besser aufeinander abzustimmen. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Busfahren in ländlichen Gebieten ist nicht immer ein Vergnügen: Der Fahrplan stimmt selten mit den persönlichen Wünschen überein, die Fahrzeiten sind häufig zu lang, und außerhalb der Kernzeiten kann man an einer Haltestelle oft lange warten.

Das wissen auch die Verantwortlichen des ÖPNV. Auf der Suche nach neuen Lösungen startet die Aseag ab 1. März in Kooperation mit der Stadt Monschau das Projekt „Netliner“. Drei Monate lang soll Monschau in der Pilotphase als Modellregion dienen. Testpersonen sollen die Aseag dabei unterstützen und Rückmeldungen über ihre Erfahrungen mit dem Nahverkehr geben. Nach dem Start in Monschau könnte das Pilotprojekt auf andere Regionen übertragen werden.

Abseits des regulären Fahrplans stehen für das Experiment zwei barrierefreie Kleinbusse mit je 14 Sitzen auf Abruf bereit. Noch bis zum 31. Januar können sich Testpersonen, egal ob diese reguläre Busbenutzer sind oder mit ihrem Privatwagen fahren, zur Verfügung stellen. Vorher sollen sie einen kleinen Fragenbogen ausfüllen (siehe Box).

Die Testpersonen können ihre Fahrtwünsche per App, Internet oder Telefon anmelden. Dabei können auch Ziele genannt werden, die bisher in keinem Fahrplan stehen. Nach dem kostenlosen Bustest über einen Zeitraum von drei Monaten sollen dann die Erfahrungsberichte ausgewertet werden. „Ziel des Projektes ist es, den Nahverkehr stärker am tatsächlichen Bedarf zu orientieren und individuelle Wünsche stärker einfließen zu lassen“, sagt Aseag-Projektbetreuerin Dr. Kathrin Driessen. „Wir wollen wissen, wer von wo nach wo fährt.“

Während der dreimonatigen Projektphase stehe man in engem Kontakt mit den Testpersonen. Zwischen 30 und 50 Personen sollen sich beteiligen und aktiv dabei mitwirken, das zukünftige ÖPNV-Angebot zu gestalten. Am Ende soll dann ein sogenanntes „dynamisches Liniensystem“ für Monschau stehen.

Festgelegt während der Testphase sind lediglich die Zeiträume, in denen die beiden Kleinbusse verkehren.

Der Netliner ermittelt aus den gesammelten Fahrtwünschen automatisch die optimale Linienroute, woraufhin der Fahrgast die berechnete Abfahrtszeit, die Fahrzeugkennung und den Zielpunkt per SMS oder E-Mail erhält. Gleichzeitig wird die berechnete Route auf das Navigationsgerät des betreffenden Kleinbusses übertragen. Ferner erhält der Gast detaillierte Informationen zum Umsteigepunkt und der Buslinie, die ans gewünschte Ziel führt. Kathrin Driessen ist wichtig: „Wir werden stets in engem Kontakt mit den Testpersonen stehen.“

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter hofft nun, dass die rund 30 Personen, die sich bislang gemeldet haben, am Ende auch ein verwertbares Ergebnis liefern werden: „Wichtig ist es, eine bunte Klientel auszuwählen. Es könnten ruhig noch ein paar Leute mehr sein.“

Dass ausgerechnet Monschau für den Start des Pilotprojektes ausgewählt wurde, führt Kathrin Driessen auf die Initiative der Bürgermeisterin zurück und auf die Tatsache, dass Monschau soeben einen neuen Bushof erhalten habe, was zu Veränderungen im Nahverkehr geführt habe. „Da bot sich eine gute Gelegenheit.“ Außerdem seien auf den Linien 84 und 85 in Monschau bereits zwei Kleinbusse im Einsatz.

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