Monschau - „Arte Scienza Kunstfabrik“: Neuer Verein will Grenzen überschreiten

„Arte Scienza Kunstfabrik“: Neuer Verein will Grenzen überschreiten

Von: mon
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Die Gründungsmitglieder präsentieren im Beisein von Schirmherrin Margareta Ritter ihre Werke. Foto: V. Monterey

Monschau. „Wir wollen diesem Verein eine Heimat geben“, sagte Schirmherrin Margareta Ritter während ihrer Ansprache zur Ausstellungseröffnung der „Internationalen Kunstfabrik“ (IkuFa) am vergangenen Samstag.

Es gäbe „vielfältige Ideen“, die mit „Wertschätzung, Respekt und Unterstützung im Rahmen unserer Möglichkeiten“ zu fördern seien und erinnerte an die 1956 gegründete Europäische Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen unter dem Vorsitz von Professor Dieter Boeminghaus, die einst aus dem Eifelverein hervorgegangen sei. Leider sei es dem Verein damals nicht gelungen, neue, junge Künstler anzusprechen.

Nun haben sich abermals Künstler zusammengefunden, allen voran Gründungsmitglied Peter Sußner, der für die erste gemeinsame Gruppenausstellung seine Räumlichkeiten in der „Arte Scienca Kunstfabrik“ in Dreistegen zur Verfügung gestellt hat. Die Förderung des künstlerischen Schaffens soll im Vordergrund stehen, hauptsächlich in der Vier-Länder-Region Deutschland, Belgien, Luxemburg und Niederlande – auch zum Zwecke der Völkerverständigung und Friedensförderung.

Ziel ist es auch, denen ein Podium zu bieten, die oft aus dem aktiven Kunstschaffen ausgeschlossen sind, seien es Senioren in Altersarmut, Behinderte, Flüchtlinge oder Arbeitssuchende, „ihnen Atelierräume und Künstlermaterial zur Verfügung zu stellen und Ausstellungsmöglichkeiten zu bieten“, so Karl-Heinz Buchenthal, Organisator des Vereins, der die rund 30 Gäste durch die Ausstellung führte und die Künstlerinnen und Künstler vorstellte.

Carin Conscience, freischaffende Künstlerin aus Kall, überzeugt mit zwölf kleinen figurativen Acrylarbeiten auf Metallplatten und Stein. Menschen und Abstraktionen, Mimik und Gestik bestimmen die Bildaussagen von „black on rust“. Monika Ertl-Berns zeigt acht mittelformatige Bilder, die um das Thema „Liebe, Tod und Freiheit“ kreisen und sich in Form von Engeln zeigen und damit „eine große Identifikation zu ihrer Arbeit“ zum Thema haben, so der Referent. Edith Bachmann aus Roetgen lässt „den Betrachter seine eigene Meinung bilden“.

Vorgestellt werden groß- und kleinformatige Bilder, wie zum Beispiel „Birken“ (Öl auf Leinwand) oder die Abbildung einer Balletttänzerin in Schwarz-Weiß-Tönen mit einer großen Tiefenwirkung. Petra Heggen vom Atelier „EigenArt“ in Monschau arbeitet mit Sand, Mehl, Pigmenten – gern auf Himalayapapier. Das Material arbeitet weiter, das Bild verändert sich – wie der Mensch. Gisela Gross aus Nettersheim präsentiert 25 Acrylbilder, die sehr farbige Landschaften zum Thema haben.

„Es sind die alltäglichen Dinge, die mich interessieren“ und stets ziehe es sie zur „gegenständlichen Malerei“. Ilka Wahl zeigt 17 kleine und mittelformatige Acrylbilder, in denen sie Abstraktionen der Natur zum Thema macht. Auch diese sehr farbig und interpretationsfreudig. Unter der Vielzahl der sehenswerten Bilder und Skulpturen von Peter Sußner ist der „Budabunker bei Talilabi“, ein Mahnmal gegen die Zerstörung der alten Kulturen in Kriegsgebieten.

Das Ambiente wurde von allen Künstlerinnen und Gästen gelobt, musikalisch untermalt mit Eigenkompositionen auf dem Phasensynthesizer von Frank Dust, Bandleader von „Tenmeterdust“ aus dem Westerwald.

Damit wurde ein Anfang gemacht zur Teilhabe am Kunstgeschehen, zum Miteinander verschiedenster Kulturen. Neben Schulungsangeboten der Mitglieder sollen namenhafte Gastdozenten gewonnen werden, Workshops und Seminare stattfinden, sowie regelmäßige Ausstellungen, darunter auch Kunstwerke im öffentlichen Raum, z. B. in Monschau in leerstehenden Häusern, und die Errichtung von Kunstpfaden – sei es in der Städteregion oder im Kreis Euskirchen, in Monschau, in Kall oder auch grenzüberschreitend.

Die Ausstellung ist Samstag und Sonntag von 14 bis 19 Uhr bis zum 18. Dezember zu besichtigen in der „Arte Scienza Kunstfabrik“, Dreistegen 1, Monschau.

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