ARD-Film „Ohne Dich“: Dreharbeiten in Monschauer Altstadt

Von: Andreas Gabbert
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Der Regisseur und seine Hauptdarstellerin: Florian Baxmeyer und Stefanie Stappenbeck drehen für die ARD gemeinsam den Film „Ohne Dich“. Monschau wird darin als Elsass-Städtchen verkauft. Foto: A. Gabbert

Monschau. Die beiden Frauen tragen kurze Röcke und Moonboots. Stefanie Stappenbeck hält einen organgen Regenschirm in der Hand, ihre Kollegin einen schwarz-roten. Stappenbeck folgt der anderen Frau, die eine große schwarze Sonnenbrille auf der Nase sitzen hat, obwohl die Sonne nirgendwo zu sehen ist. Um die Frauen hat sich ein großer Pulk gebildet, Männer mit Kameras, Scheinwerfern und Mikrofonen folgen ihnen durch den kalten Regen.

Regisseur Florian Baxmeyer ist zufrieden. Die getesteten Einstellungen könnten passen, wenn es gleich am Filmset in der Monschauer Altstadt ernst wird. Baxmeyer und sein Team drehen hier einen romantischen Thriller mit dem Arbeitstitel „Ohne Dich“ (siehe Box). Der Drehtag in Monschau wird bis in die Nacht dauern. Im Film werden die Szenen aus der Stadt Monschau, die im Film ein Dorf im Elsass ist, aber nur vier bis fünf Minuten zu sehen sein.

„Wir haben uns verschiedene Orte in der Nähe von Köln angeguckt“, sagt Regisseur Florian Baxmeyer. In die Auswahl schafften es auch Bad Münstereifel und Ahrweiler, aber Monschau machte schließlich das Rennen. „Durch die Fachwerkhäuser ist die Struktur sehr ähnlich, die Stadt könnte auch im Elsass liegen. Sehr schön ist die ungebrochene, geschlossene Fachwerkwelt. Außerdem ist die Tallage für uns interessant, das passt alles gut zum Thema“, erklärt Baxmeyer. Dem ständigen Regen kann der Regisseur sogar etwas positives abgewinnen: „Sonne wäre zwar besser, aber eine Katastrophe ist der Regen auch nicht. Besser es regnet, als wenn einfach alles nur grau wäre.“

Insgesamt stehen 23 Drehtage auf dem Programm. Einen Tag vorher hat das Team in Limburg gedreht. Nach dem Drehtag in Monschau geht es zurück nach Köln und anschließend für sechs Tage in die Bretagne.

Das Parkdeck am Aukloster ist gesperrt. Dort stehen Lkw und Transporter. „Maske und Garderobe“ ist auf einem zu lesen. Gegenüber steht ein dampfender Imbisswagen. Der Regen prasselt auf das Vordach. Manch einer nimmt dort noch eine Stärkung zu sich. Andere verladen alufarbene Koffer und bringen Kabel und Licht von der „Basis“, wie die Filmleute ihr Lager nennen, an den eigentlichen Drehort in der Monschauer Altstadt. Männer und Frauen in geleben Warnwesten erklären den anderen Besuchern, wo sie an diesem Tag parken dürfen und halten Ausschau nach den Komparsen. Die fehlen nämlich noch, irrtümlich hat sie jemand zehn Kilometer weiter zum Kloster Reichenstein bestellt. Frank Böhmer aus Langerwehe ist einer von ihnen. Während die beiden Frauen durch Monschau laufen, wird er mit einem Brot aus einer Bäckerei kommen und einmal quer durch das Bild laufen. „Ich wollte einfach mal bei sowas mitmachen und habe mich, nachdem ich in der Zeitung davon gelesen habe, einfach mal beworben“, sagt er über seine Motivation.

Nach und nach treffen die Statisten ein. Langsam wird es ernst. Stefanie Stappenbeck hat die Moonboots gegen elegante Stöckelschuhe und die Regenjacke gegen einen schicken Mantel getauscht. Den organgen Regenschirm hält jetzt jemand anders für sie. Die Produktionsleiterin verscheucht noch einige neugierige Touristen. Jetzt darf niemand mehr durch den Sucher der Kamera zu sehen sein, der später nicht im Film auftauchen soll. Dann heißt es: „Ruhe bitte, wir drehen jetzt.“ In Monschau fällt die erste Klappe für „Ohne Dich“.

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