Archäologisches Erbe der Nordeifel näherbringen

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Nordeifel. Die nördliche Eifel ist außerordentlich reich an archäologischen Denkmälern – nur sind die Sehenswürdigkeiten nicht immer bekannt. Das soll sich ändern, denn mit dem Pilotprojekt „ArchaeoRegion Nordeifel“ will der Landschaftsverband Rheinland (LVR) das archäologische Erbe der Öffentlichkeit näher bringen.

„Es ist uns gelungen, einige außerordentlich wertvolle Bodendenkmäler aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken“, freut sich Prof. Dr. Jürgen Kunow, Leiter des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland. Die Nordeifel verfüge über archäologische Objekte, die weit über die Region hinaus von Interesse seien.

30 Bodendenkmäler haben die Verantwortlichen für die „ArchaeoRegion Nordeifel“ ausgesucht. Dabei sind Bodendenkmäler unterschiedlicher Zeitspannen zu entdecken: „Der Bogen wird weit gespannt“, so Kunow. 400 Millionen alte Fossilien und Fundplätze der Steinzeit sind ebenso dabei wie Überreste des Westwalls aus der Zeit des Zweiten . Nicht alle dieser 30 Bodendenkmäler sind gänzlich unbekannt.

Die Maßnahmen zur Umsetzung des Projektes waren vielfältig. 22 Bodendenkmäler der neuen „ArchaeoRegion Nordeifel“ erhielten neue Hinweistafeln, weitere zusammen mit dem Projekt „Römerkanalwanderweg“. Ausgeschildert wurden auch Wanderwege an der Burgwüstung „Altenberg“ in Reifferscheid, zu den Bunkern „Im Buhlert“ und zu den Panzersperren in Simmerath.

In einer Region denken

Den Vorteil des Projekts sieht Prof. Dr. Kunow in der Bündelung der Sehenswürdigkeiten. „Wir wollen in einer Region denken“, so Kunow: „Der Landschaftsverband hat bei den Kommunen eine große Bereitschaft zur Zusammenarbeit vorgefunden.“ Zwölf Kommunen der „Leader“-Region Eifel beteiligen sich an dem Pilotprojekt: Bad Münstereifel, Blankenheim, Dahlem, Hellenthal, Hürtgenwald, Kall, Mechernich, Nettersheim, Monschau, Roetgen, Schleiden und Simmerath.

Gemeinsam wollen sie die bekannten und unbekannten Denkmäler in Zukunft verstärkt touristisch vermarkten. Dafür wurden die archäologischen Sehenswürdigkeiten in der Broschüre „ArchaeoRegion Nordeifel – 30 archäologische Entdeckertipps“ zusammengefasst. Sie soll ab sofort in Rathäusern, Tourismusbüros, Museen und Hotels der Region ausliegen.

Die Kosten für das Projekt „ArchaeoRegion Nordeifel“ belaufen sich auf rund 100 000 Euro. Die Hälfte des Gesamtbetrages wurde vom „Leader“-Programm der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raums übernommen. Die andere Hälfte tragen die Kommunen.

Die Anfänge der „ArchaeoRegion Nordeifel“ liegen schon ein paar Jahre zurück. Bereits 2007 fand das erste gemeinsame Treffen statt. Bei diesem ersten Treffen wurde die Archäologietour Nordeifel gestartet. Sie findet seitdem jedes Jahr statt. „Die Resonanz ist überwältigend“, so Kunow. Mit inzwischen über 3000 Gästen ist diese Tour am ersten Sonntag im Oktober etabliert.

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