Arbeitskreis Langschoß ruft nach kurzfristiger Hilfe

Von: ani
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40 neue Flüchtlinge werden in Langschoß erwartet, darunter viele Kinder. Leonie Lepers und Elisabeth Hövels-Höfeler vom Arbeitskreis Langschoß bitten die Bevölkerung um Hilfe. Foto: A. Hoffmann

Nordeifel/Simmerath. Ein angenehmer Geruch von frischen Waffeln weht durch die Küche der Simmerather Flüchtlingsunterkunft Langschoß. Verantwortlich dafür ist Elisabeth Hövels-Höfeler vom Arbeitskreis Langschoß, die sich hier seit Jahren um die dort untergebrachten Menschen in vielfältiger Weise kümmert.

Auch wenn der Waffelgeruch so etwas wie Wohlfühlatmosphäre in den kargen Räumlichkeiten vermittelt, plagen den Arbeitskreis derzeit große Sorgen.

Elisabeth Hövels-Höfeler und Leonie Lepers verkünden daher: „Wir brauchen dringend Hilfe“. Nachdem in den letzten Monaten die Anzahl der in Langschoß untergebrachten Flüchtlinge geringer geworden war, wird sich dies nun wieder ändern. „Jede Woche kommen hier nun wieder neue Flüchtlinge an. Insgesamt werden das 40 sein“, erläutert Leonie Lepers die Situation.

Darunter ist laut Lepers auch eine afrikanische Familie aus Ghana mit einem kranken Kind, das einen Herzfehler hat und im Aachener Klinikum operiert werden muss. Ferner erwartet man neben einer Familie aus dem Irak mit fünf Kindern auch eine Familie mit drei Kindern aus Armenien, die dann in Eicherscheid untergebracht werden sollen.

„Die Kinder, die im Moment hier sind, sind alle sehr nett“, stellt Leonie Lepers mit einem Lächeln fest, um dann jedoch direkt auf den Punkt zu kommen: „Wir benötigen dringend Hilfe. Wir brauchen momentan Menschen, die bereit sind, eine Familie oder eine Einzelperson zu betreuen.“ Ferner würde sich der Arbeitskreis über Fernseher, Radios, Fahrräder und natürlich auch Spenden freuen.

Und dann haben die beiden Damen des Arbeitskreises noch einen Wunsch, der ihnen besonders am Herzen liegt. Momentan lebt in Langschoß ein syrischer Flüchtling, den Lepers und Hövels-Höfeler in den höchsten Tönen loben.

„Das ist ein echtes Goldstück und aufgrund seiner Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft hier quasi die Seele des Hauses“, erklärt Lepers und fährt fort: „Der macht hier alles sauber, packt überall mit an und wartet ansonsten sehnsüchtig darauf, dass seine Frau und sein 16-jähriger Sohn bald hierher kommen können.“ Zudem hat er in Lammersdorf in der dortigen Junker-Kantine einen Job gefunden. „Es wäre daher schön, wenn wir für diese Familie eine Wohnung in oder um Lammersdorf finden würden“, hält Elisabeth Hövels-Höfeler hierzu abschließend hilfesuchend fest.

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