Arbeitskreis kontrolliert Abifete des Franzikus-Gymnasiums

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Jugendliche sollen auch ausgelassen feiern können. Wichtig ist dabei aber, alle Bestimmungen des Jugendschutzes einzuhalten. In Lammersdorf ist das jetzt vorbildlich umgesetzt worden.

Nordeifel. Ungewöhnlich betriebsam war es zu sehr später Stunde auf dem Parkplatz der Firma Otto Juncker in Simmerath-Lammersdorf. Die Teilnehmer des Arbeitskreises „Sicher feiern wir gerne“ hatten sich dort zu keiner weiteren Sitzung eingefunden. Es ging vielmehr um die Jugendschutzkontrolle einer Abifete im gegenüberliegenden Saal.

Die Feier von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Vossenack war in diesem Jahr allerdings vorbildlich organisiert, so dass es keinen Grund für Beanstandungen gab. Im letzten Jahr gab es in Lammersdorf von den jugendlichen Veranstaltern der gleichen Schule trotz vorheriger Ansprache durch Polizei und Ordnungsamt erhebliche Versäumnisse und Nachlässigkeiten. So kam es auch folgerichtig zu Konflikten mit der Nachbarschaft. Grund genug für die beteiligten Behörden, darüber nachzudenken, weitere Feten zu verbieten.

Oberste Priorität für Sicherheit

Im Vorfeld der nun geplanten Abifeten wurde das Veranstaltungsteam deshalb in mehreren Gesprächen vom Ordnungsamt und der Polizei auf die unliebsamen Erfahrungen des Vorjahres hingewiesen. Den jungen Menschen wurde die Verantwortung vor Augen geführt, die sie ihren Gästen gegenüber tragen und mit ihrer Unterschrift unter eine Gestattung eingehen. Die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes ist dabei nur eine Maßgabe. Die Sicherheit der Gäste muss oberste Priorität haben. Sowohl der sichere Ablauf drinnen, wie auch außerhalb des Veranstaltungsortes muss gewährleistet sein, damit es nicht zu Vandalismus, Ruhestörungen, oder Vermüllung im Umfeld kommt.

Bei der Kontrolle vor Ort mit Polizei, Ordnungs- und Jugendamt zeigte sich, dass die Gespräche im Vorfeld eindeutig Wirkung gezeigt hatten. Nicht nur dass ein qualifizierter Sicherheitsdienst das Fetenteam unterstütze, auch Eltern halfen mit, einen ungestörten Ablauf zu gewährleisten. Die Fete war diesmal verantwortungsvoll organisiert – es gab nichts zu beanstanden.

Mehr noch: Das Team hatte sogar ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das nun auch an die nächsten Schülergenerationen weitergereicht werden soll.

„So muss es sein!“ sagt Ralf Pauli, Jugendpfleger beim Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung der Städteregion Aachen und Sprecher des Arbeitskreises. „Wir wollen alle eine bunte Fetenkultur für junge Menschen erhalten. Aber es muss sich immer in einem sicheren Rahmen bewegen. Damit das gelingt, müssen alle mithelfen, die Bedingungen dafür zu schaffen: Jugendliche, Veranstalter und Eltern!“

Der Arbeitskreis will dabei alle gerne weiter unterstützen. Nicht zuletzt auch mit dem Ziel, sich nachts nicht mehr auf Parkplätzen zu Jugendschutzkontrollen treffen zu müssen.

Der Arbeitskreis „Sicher feiern wir gerne“ besteht aus Mitarbeitern der Ordnungsämter und Polizeibezirksdienste in Monschau, Roetgen und Simmerath sowie des Kriminalkommissariats Vorbeugung der Polizei, der Fachstelle für Suchtvorbeugung und dem Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung der Städteregion Aachen. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen jugendtypische Feierlichkeiten in der Nordeifel und deren sicherer Ablauf.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit hat sich seit vielen Jahren bewährt. So wurden die Gestattungen der Kommunen aufeinander abgestimmt, konkrete Bestimmungen im Hinblick auf den Einsatz qualifizierter Sicherheitsdienste festgelegt und Informationsmaterialien für Jugendliche, Eltern und Veranstalter von jugendtypischen Feierlichkeiten rund um das Thema „sicheres Feiern“ erarbeitet. Regelmäßige Jugendschutzkontrollen runden die Bemühungen um eine sichere Fetenkultur ab.

Weitere Infos zum Arbeitskreis „Sicher feiern wir gerne!“ gibt es im Internet unter: www.staedteregion-aachen.de/jugendamt im Bereich „Jugendarbeit“ und dort: „Kinder- und Jugendschutz“.

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