Arbeiten von Manfred Beumers an der Côte Azur zu sehen

Von: mon
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Einzeln präsentiert: Aquarelle des vor zwei Jahren in Monschau verstorbenen Malers Manfred Beumers sind jetzt in Nizza zu sehen.

Monschau. „Intensiv“ und einen tiefen Eindruck hinterlassend, wurde jetzt die Ausstellung „Beumers-Monschau-Nizza, Voyage Vernizzage“ von Manfred Beumers im Forum des Instituts Claude Pompidou für Alzheimer Forschung in Nizza von der Galeristin Carla Giessing an der Côte Azur eröffnet. Bis Mitte September sind die Arbeiten vom vor zwei Jahren verstorbenen Meister des Aquarells dort zu sehen.

Zehn mittelgroße Exponate, Aquarelle und Ölbilder, die den typischen Stil von Beumers, den exzellenten Pinselstrich, das Jonglieren mit Farben und Farbflecken, mit dem impressionistischen Ausdruck, der den Meistern der südlichen Sonne so eigen war, repräsentierten den deutschen Maler erstmals in der Metropole für Kunst und Kultur am Mittelmeer. Darüber hinaus dokumentierten zwei Holzschnitte, Kunstdrucke der bekannten Serie „La fete“ und zehn Kataloge und diverses Dokumentationsmaterial den Werdegang des 2013 an Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) in Monschau verstorbenen Malers.

Bis zur Vernissage und während des Tagesgeschäfts des Instituts unter der Leitung von Professor Philippe Robert blieben die Bilder verhüllt und wurden erst während der Eröffnung, nach einer zweisprachigen Einführung, nach und nach den rund 50 Ausstellungsbesuchern, geladenen Gästen, Mitarbeitern des Instituts und dem erstaunlich „sehr interessierten, jungen Publikum“, so Carla Giessing einzeln enthüllt und präsentiert, um somit den Blick „ganz bewusst darauf zu lenken und zu verstärken. Selbst für die Galeristin und Lebenspartnerin des Künstlers war diese Form der Präsentation ein „intensives Erlebnis“.

Jedes einzelne Exponat nahm die Besucher mit auf eine imaginäre Reise zum Motiv, begleitet und dokumentiert durch Carla Giessing. Entstehungsort und das Anliegen des Malers, der „das Schöne“, ausdrucksstark festhal wollte, standen dabei im Blickpunkt. Unter den Exponaten fanden sich Ölbilder, wie die Frankreich entstandenen Motive „Ardeche“ und Montigny le Roi“, die Aquarelle „Gondole“, „Genua“ und „Riomaggiore“, aber auch Motive aus Italien und viele weitere Motive, die auf den zahlreichen Reisen durch die klassischen Kulturländer des europäischen Südens in den letzten 20 Jahren entstanden waren: Landschaften, Städteansichten, Hafenszenen.

Mit der Ausstellung in Nizza erfülle sich ein „langgehegter Wunsch“ von Manfred Beumers, so Giessing. Sie eröffnete dem französischen Publikum Leben und Werk des im Jahre 1943 in der Nähe von Aachen geborenen Malers, der 1967 die Werkkunstschule Aachen absolviert hatte und nach fünf Jahren Studium an der freien Kunstakademie Düsseldorf unter den Professoren Rupprecht Geiger und Rolf Sackenheim ein erfolgreiches, sinnerfülltes Leben als Maler und Galerist geführt hatte.

Prägend waren die zahlreichen Reisen im „Kunstmobil“ durch den sonnigen Süden, nach Spanien ins bekannte Tossa de Mar, wo er dreimal den begehrten Preis der „Pintura Rapida“ gewann, Reisen nach Italien, nach Venedig, Rom oder Cinque Terre und nach Indien. Malend und stets von der Lebensgefährtin und Muse Carla Giessing schreibend begleitet, hinterließ Manfred Beumers ein umfangreiches Werk.

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