Aqua-Fitnesskurse schlagen hohe Wellen

Von: P. St.
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Aqua-Fitness im „Simmbad“ ist gefragt, aber über die Gestaltung des Angebotes gibt es derzeit einen Dissens zwischen den beiden Anbietern, der Hansa Simmerath und der Gemeinde.

Simmerath. Die Nachfrage nach Aqua-Fitness-Kursen steigt. Das hat die Schwimmabteilung der Hansa Simmerath ebenso erkannt wie auch die Gemeindeverwaltung, die als Hausherr im neuen „Simmbad“ ab 12. Dezember solche Kurse anbietet. Bei den Hanseaten läuft bereits ein solcher Kurs mit 16 Teilnehmern, und weiterer Bedarf ist angefragt.

Da sollte es auf der Hand liegen, dass die beiden Anbieter kommunizieren wie man das attraktive Angebot gemeinsam an die bewegungsfreudige und gesundheitsbewusste Bevölkerung verkauft. Doch diese Kommunikation ist offenbar gestört. Inzwischen schlägt das Thema Aqua-Fitness hohe Wellen.

„Wir möchten keinen Krach mit der Gemeinde, aber wir lassen uns auch nicht alles gefallen“, sagt Ingo Braun, im März des Jahres zum neuen Gesamtvorsitzenden der Hansa mit ihren 12 Abteilungen gewählt, aber als Leiter der Schwimmsportschule Übach-Palenberg beim Schwimmverband NRW dem Wassersport in besonderer Weise verbunden.

Erste Gespräche beim Bau der neuen Schwimmhalle zwischen Gemeinde und Hansa zum Thema Aqua-Fitness seien unter der Voraussetzung geführt worden, dass das Angebot in gemeinsamer Absprache erfolgen, erinnert sich Ingo Braun. Und die Kooperation sei auch gut angelaufen , denn die Ausbildung des Schwimmbadpersonals zum Fitness-Trainer erfolgte kostengünstig durch qualifizierte Kräfte der Hansa.

Erste Störungen in der Kommunikation gab es laut Ingo Braun dann als die Schwimmabteilung den ersten Kurs eingerichtet habe und es Gespräche mit der Gemeinde über die Preisgestaltung gab. Für Mitglieder habe man fünf, für Nichtmitglieder sieben Euro verlangt. Diese Preisgestaltung sei der Gemeinde bekannt gewesen.

„Sechs Euro nicht marktüblich“

Der Hansa-Vorsitzende ärgerte sich dann mächtig als die Gemeinde ihrerseits einen Kurs für sechs Euro anbot und ließ den Bürgermeister in einer scharf formulierten E-Mail wissen, dass die Hansa diese Preisgestaltung als „Schlag ins Gesicht der Ehrenamtlichen“ empfinde.

Braun hält die Kursgebühr von sechs Euro pro Einheit im übrigen nicht für „marktüblich“. Angesichts der Personalkosten könne er darin kein gutes Geschäft für die Gemeinde erkennen, zumal er aus seiner beruflichen Arbeit wisse, dass Aqua-Fitness-Kurse und die allgemeine Aufsicht im Bad nicht von einer Person geleistet werden dürften.

Ein weiteres Gespräch mit der Gemeinde Anfang November habe dann zum Ziel gehabt zu klären, in welcher Form die insgesamt vier vorgesehenen Kurse (zwei von der Hansa, zwei von der Gemeinde) terminiert und organisiert werden sollte, auch was die Bereitstellung des Kursmaterials (Schwimmgürtel etc.) betreffe.

Bei diesem Gespräch, sagt Ingo Braun, seien seitens der Gemeinde keine konstruktiven Vorschläge erkennbar gewesen, andererseits seien die Anregungen der Hansa abgewehrt worden. Er habe das Gefühl gehabt, dass das Know-How der Ehrenamtler nicht gewürdigt worden sei. Daraufhin habe er verärgert dem Bürgermeister seine Meinung kundgetan. „Da hatte sich eben einiges angestaut.“

Nach wie vor sei der Hansa an einer Kooperation gelegen, aber dies gelinge nur, wenn auch von beiden Seiten konstruktiv verhandelt werde.

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