Nordeifel - Appell an Waldbesucher: Wildtiere brauchen jetzt Ruhe

Appell an Waldbesucher: Wildtiere brauchen jetzt Ruhe

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Weibliches Rotwild im Schneetreiben: Die Tiere im winterlichen Wald benötigen in dieser Zeit des Jahres besonders viel Ruhe. Foto: stock/blinkwinkel

Nordeifel. Der erste echte Wintereinbruch des Winters 2014/15 erfolgte nach Weihnachten und hat die Kreisjägerschaft Aachen Stadt und Land e.V. dazu veranlasst, „aus aktuellem Anlass und zur Aufklärung in der Bevölkerung“ ein paar Fakten über das „Wild im Winter“ ins Gedächtnis zu rufen.

Bernd Roggenkamp, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjägerschaft, schreibt dazu:

„Das Wild und auch alle anderen heimischen Tierarten sind grundsätzlich gut auf die Winterzeit vorbereitet. Der Körper der Tiere hat sich seit einiger Zeit darauf eingestellt. Viele Tiere tragen nun ein Winterhaarkleid, welches durch Luftisolation den Körper ausreichend wärmt. Tiere wie das Eichhörnchen haben Wintervorräte angelegt, andere Tiere schlafen geschützt in ihren Höhlen bzw. Bauten. Bei vielen Wildtieren verlangsamt sich der Stoffwechsel und die Tiere bewegen sich auch weniger, um Energie einzusparen. Zudem verkleinert sich zum Beispiel auch noch der Pansen. Das Nahrungsangebot ist zudem nicht mehr so vielfältig wie im Frühjahr oder Sommer. Damit kommen die Tiere grundsätzlich gut zurecht, um den Winter zu überstehen. Die angelegten Reserven und geänderten Verhaltensweisen tragen dazu bei. Ausnahmebedingungen wären nur Dauerfrost und anhaltend hohe Schneelagen, um von einer Notzeit zu sprechen. Dann wäre es für die Tiere schwer, noch Nahrung zu finden.

Immens wichtig für das Wild ist jedoch die Ruhe die sie benötigen. Jede Störung im Tagesverlauf kostet zusätzlich wertvolle Energie und schmälert als Folge die Reserven. Die Kreisjägerschaft Aachen appeliert daher an alle, die den Wald und die Natur in Ihrer Freizeit nutzen, sei es beim Spaziergang mit dem Hund oder beispielsweise beim Ausflug mit dem Mountainbike, die gekennzeichneten Wege zu benutzen und nicht davon ab zu weichen. Extra angelegte Wildruhezonen, Wildwiesen und Bereiche rund um Salzlecken gehören besonders dazu. Hier finden die Tiere Rückzugsmöglichkeiten und können sich z.B wie das Rotwild an Salzlecken mit wichtigen Mineralien versorgen.

Wenn hier Störungen auftreten, werden den Wildtieren überlebenswichtige Grundlagen für die Winterzeit genommen. Die regelmäßige Nahrungsversorgung wird unterbrochen und das verlangsamte Herz Kreislaufsystem wird unnötig belastet – mit teilweise fatalen Folgen.

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