Heimbach/Monschau - Anwohner des Nationalparks Eifel sehr zufrieden

Anwohner des Nationalparks Eifel sehr zufrieden

Von: Claudia Schweda
Letzte Aktualisierung:
12176916.jpg
Hat sich schnell zum Besuchermagnet entwickelt: Der Wilde Weg im Kermeter, der erst im Juni 2014 eröffnet wurde, erreichte auf Anhieb Platz zwei der am meisten besuchten Standorte bei der Besucherzählung. Foto: dpa

Heimbach/Monschau. Die Bewohner der Orte, an deren Gebiet der Nationalpark Eifel grenzt, halten das Schutzgebiet inzwischen für sehr wichtig und schätzen seinen positiven Wert für ihr eigenes Leben. Das geht aus der aktuellen Besucherzählung und -analyse hervor, die die Wiener Universität für Bodenkultur und das Institut für Natursport an der Deutschen Sporthochschule in Köln in dieser Woche vorgelegt haben.

Von den insgesamt 870.000 Besuchern, die zwischen Mai 2014 und Mai 2015 bei einer permanenten Erfassung an 19 Eingangspunkten in den Nationalpark gezählt wurden, waren 220.000 – also ein Viertel – Einheimische. Auch sie wurden bei der gesonderten Befragung, die an 13 ausgewählten Tagen innerhalb dieser Zeit an allen Eingängen in den Nationalpark durchgeführt wurde, einbezogen. Die Befragung ergab, dass elf Jahre nach Gründung des immer noch einzigen Nationalparks in NRW in der Eifel 77,5 Prozent der Einheimischen angeben, dass ihnen die Existenz des Nationalparks Eifel „wichtig“ oder „sehr wichtig“ sei. Nur knapp 14 Prozent war der Nationalpark unwichtig.

Hürtgenwalder geben Note 1

Dabei gibt es leichte Unterschiede zwischen den Nationalparkgemeinden: Während die befragten Einwohner von Hürtgenwald den Nationalpark Eifel durchweg als „sehr wichtig“ mit 1,0 einstuften, wählten die Monschauer auf einer Skala bis 5 („gänzlich unwichtig“) einen etwas schlechteren Wert von im Schnitt 2,3. Auch Simmerather (2,03), Heimbacher (2,07) und Nideggener (2,13) lagen wie die Monschauer im Bereich der Einschätzung „eher wichtig“.

Ob sich damit der Zuspruch zum Nationalpark Eifel innerhalb der Eifelgemeinden verbessert hat, kann nicht an Zahlen festgemacht werden. Ein Vergleich zu der ersten Studie von 2007 ist nicht möglich, da damals die Einheimischen nicht als eigene Gruppe untersucht wurden. Doch unbestritten ist, dass es bei der Gründung des Nationalparks und in den ersten Jahren durchaus Vorbehalte gab.

Befürchtet wurde zum Beispiel, dass es zu Einschränkungen bei Touren ins eigene Umfeld geben könnte. Die Befürchtungen sind offenbar nicht eingetroffen: Spaziergänger und Wanderer aus den Nationalparkgemeinden sind zu 87,5 beziehungsweise zu über 92 Prozent mit den Möglichkeiten, die sich nun bieten, zufrieden. Und auch die Anwohner nutzen die neuen Angebote. So hat schon jeder Dritte laut Studie einmal an einer Rangertour teilgenommen. Die Anwohner fühlen sich zu 90 Prozent gut oder sehr gut über das Schutzgebiet informiert.

Negativ bewertet wurde von einigen Befragten die gestiegene Zahl an Touristen, die „mehr Trubel“ zur Folge hätte. Das dürften vor allem die Rurberger beklagt haben, da sie am Staudamm den absoluten Besucher-Hotspot bei der Besucherzählung zu verzeichnen haben. Mit 180.000 gezählten Gästen gehen ein Drittel aller Nationalparkbesucher über diesen Punkt in das Großschutzgebiet hinein.

Leserkommentare

Leserkommentare (8)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert