Angler kehren Rursee den Rücken

Von: M. S.
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Der Fischereiverein Nordeifel/Monschau und der Rheinische Fischereiverband ehrten im Rahmen ihrer Generalversammlung treue Silber- und Goldjubilare. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel/Steckenborn. Seit mehr als zehn Jahren erleidet der Fischereiverein Nordeifel/Monschau einen kontinuierlichen Mitgliederschwund. Doch zur Jahreshauptversammlung im Steckenborner Saal Stollenwerk zeigte sich Samstag zumindest ein hofffnungsvoller Silberstreif.

Die den Abwärtstrend markierende statistische Kurve wurde gegenüber den Vorjahren deutlich flacher.

Vorsitzender Heinrich Karbig begrüßte rund 60 Petrijünger, unter ihnen auch Ehrenvorsitzender Leo Jansen. Bruno Wilden - er ist seit Ende 2007 Schatzmeister der Fischerei-Pächtergemeinschhaft und wird seither aufgrund struktureller Vorstandsänderung in der praktischen Gewässerarbeit effizient von Wolfgang Harth unterstützt - trug den Anwesenden den von Geschäftsführerin Edith Wilden erstellten Jahresbericht vor.

Daraus erfuhren die Zuhörer, der Mitgliederbestand habe sich seit 2006 von damals 1005 Sportanglern auf nunmehr 794 reduziert; 28 von ihnen sind Frauen. Das Gros von 385 Personen ist im Hauptverein organisiert, der Rest in Untergruppen - zwischen Aachen und Schleiden daheim - vertreten. Bruno Wilden bemerkte zuversichtlich, der Anteil Jugendlicher unter 18 Jahren erreiche immerhin fast zehn Prozent aller Vereinsangehörigen, auch wenn im Nachwuchsbereich jetzt nur noch 62 Aktive gezählt werden, darunter eine junge Frau (im Vorjahr noch 69).

Bruno Wilden und seine Vorstandskollegen beobachteten, „dass sich aufgrund unbefriedigender Fangquoten viele Mitglieder vom Rursee zurückziehen und anderen Gewässern zuwenden”. Er animierte deshalb die Fischwaidwerker, Erlaubnsischeine zu erwerben, denn „ohne Ihre Beiträge können wir die analog einer wissenschaftlichen Untersuchung anzustrebende Verbesserung des Fischerei-Zustandes am Rursee nicht leisten”. Eine Steigerung der Fänge und Erträge sei zwar auch im nährstoffarmen Wasser möglich, „doch das braucht Zeit und vor allem Geld”.

In der Rolle des Vereinskassierers meldete Bruno Wilden erfreut eine Bestandsverbesserung der Finanzen, doch: „Der erzielte Überschuss wird infolge einer anstehenden, unumgänglichen Beitragserhöhung wieder wegschmelzen.” Kassenprüfer Frank Albertz bekundete, der Schatzmeister habe gute Arbeit geleistet; Albertz, Roland Düster und Herbert Walbert (Stellvertreter) bilden das neue Revisorentrio. Als Jugendwart tritt Axel Rückert die Nachfolge von Wolf Günter an.

Die Diskussion der Versammelten drehte sich danach um den Zustand der Vereinsgewässer - Rur, Perlbachtalsperre und Rursee. Eine dreijährige fischereibiologische Untersuchung hat ergeben, dass sich momentan 21 Arten von Fischen im Wasser tummeln - von Aal bis Zander.

Der Vorstand lud alle Mitglieder ein, sich am 18. April an der Aktion „Sauberes Rurseeufer” zu beteiligen. Treffpunkt ist der Parkplatz am Einruhrer Ortseingang. Das traditionelle Gemeinschaftsfischen wurde auf den Christi- Himmelfahrtstag (21. Mai) ausgeschrieben.
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