Am MZ rollen bald die Bagger an

Von: Udo Kals
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So soll der Betriebsteil Marienhöhe des Medizinischen Zentrums einmal aussehen: Ein Neubau, auf dessen Dach ein Hubschrauberlandeplatz geplant ist, wird an das bestehende Haupthaus angedockt.

Würselen. In einer abgespeckten Version geht das Medizinische Zentrum (MZ) der Städteregion die Erweiterung und Sanierung des Betriebsteils Marienhöhe an. Der Aufsichtsrat hat jetzt grünes Licht für den ersten von maximal vier Bauabschnitten gegeben.

Demnach wird für 15,4 Millionen Euro ein Anbau hochgezogen, der an der rückwärtigen Seite mit dem bestehenden Haupthaus verbunden wird. Entgegen den ursprünglichen Plänen werden zunächst nicht alle sieben Stockwerke ausgebaut, sondern lediglich die Obergeschosse zwei bis fünf.

Am Ende des ersten Bauabschnitts soll das MZ somit auf drei Pflegeebenen und auf der Schlaganfallstation (Stroke Unit) modern ausgestattet sein. Die Verwaltungsebene im Untergeschoss, das Untersuchungs- und Behandlunsgzentrum im Erdgeschoss sowie der Pflegebereich in der sechsten Etage verbleiben zunächst im Rohbau, sollen aber in einem zweiten Bauabschnitt folgen, der derzeit auf weitere 6,3 Millionen Euro taxiert wird. Wann dieser zweite und die beiden folgenden Abschnitte, die die Sanierung von Teilen des bestehenden Haupthauses vorsehen, in Angriff genommen werden, will der Aufsichtsrat zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Die Notwendigkeit dieser „Großoperation” ist dabei unumstritten.

MZ-Geschäftsführer Falko Rapp ist jedenfalls „froh darüber, dass es jetzt mit dem Um- und Ausbau losgeht”. Und er geht davon aus, dass die Bagger Ende 2010, Anfang 2011 rollen. Dabei soll auch der geplante Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Krankenhauses möglichst im ersten Bauabschnitt gebaut und durch Sondermittel finanziert werden. Die 15 Millionen für den ersten Bauabschnitt stemmt das MZ mit angesparten Geldern, Fördermitteln des Landes NRW wie der Baupauschale sowie per Darlehen. Rapp betont, dass die beiden Gesellschafter - Städteregion und die Bundesknappschaft sind zu je 50 Prozent Träger des Krankenhauses in Würselen - „kein Geld hinzuschießen” müssen.

Positives Jahresergebnis

Dabei kann Rapp auf schwarze Zahlen verweisen: Mit 400.000 Euro habe er dem Aufsichtsrat jetzt einen positiven Abschluss für das Jahr 2009 vorlegen können. Bleibt die Frage, wie sich das Streikjahr 2010 auswirken wird. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst koste das MZ pro Jahr rund eine halbe Million Euro, der Tarifvertrag mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund weitere 650.000 Euro. Eins steht für Rapp indes fest: „Wir gehen nicht an das Personal ran.”
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