Am Ende siegen die Kinder auf dem Tivoli

Von: Silke Peters
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Fast schon eine nostalgische Kulisse - aber für ein zukunftsweisendes Hilfsprojekt: Beim Benefizturnier unter dem Motto „Tschö Tivoli” kickten 15 Teams zugunsten schwerkranker Kinder. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Eigentlich ist alles wie immer. Auf dem Aachener Tivoli feuern Fans die Mannschaften an. Die Teams kämpfen um den Ball und sogar das Wetter ist wie so oft in Aachen: es nieselt. Aber doch ist an diesem Tag alles ein bisschen anders.

Das letzte Bundesligaspiel auf dem Tivoli ist schon fast Geschichte und alle warten gespannt auf das neue Stadion.

Genau der richtige Zeitpunkt für ein Abschiedsturnier auf dem „heiligen Rasen”, dachten sich Thomas Gronen und Christoph Terbrack vom Aachener Rotary Club. Gemeinsam mit den Verantwortlichen von Alemannia Aachen organisierten sie das Benefiz-Turnier „Tschö Tivoli”. Insgesamt 15 Hobbykicker-Teams traten am Samstag an.

Das Spielfeld des ehrwürdigen Stadions wurde dafür in drei Kleinfelder aufgeteilt. Jedes Team bestreitet insgesamt sechs Spiele á zehn Minuten. Dabei sind ganz unterschiedliche Teams.

Neben dem Rotary Club selbst sind unter anderem der Zeitungsverlag Aachen und die Sparkasse mit einer Mannschaft vertreten. Bei der Wahl der Teamnamen waren einige besonders einfallsreich, wie die „Wilden Kerle über 40 + Söhne” beweisen. Auch zahlreiche Unternehmen der Region gehen an den Start.

Natürlich darf der Gastgeber selbst nicht fehlen: Die Alemannia hat vor allem Mitglieder der Geschäftsstelle aufgestellt.

Außerdem auf dem Platz stehen Ärzte und Pfleger des Aachener Klinikums. „Das ist eine ganz tolle Geschichte”, freut sich Michael Mull, Leitender Oberarzt in der Neuroradiologie, einmal auf diesem speziellen Grün kicken zu dürfen. Seit 2001 ist er stolzer Dauerkartenbesitzer und jedes Wochenende auf dem Tivoli. „Im S-Block”, erzählt Mull.

Auch das „typische Tivoli-Wetter” stört ihn an diesem Tag nicht. Ganz ähnlich sieht es auch NRW-Integrationsminister Armin Laschet. „Es ist richtig schön, hier dabei zu sein.” Auch für ihn ist es etwas Besonderes, auf diesem Rasen zu spielen - mit prominenten Kollegen, die andernorts den Ton angeben - wie Generalmusikdirektor Marcus Bosch, der sich auf dem Rasen als kühner Ballbehandler zu „outen” weiß.

Doch selbst wenn alle Teams mit sehr viel Ehrgeiz dabei sind, steht der Sieg nicht im Vordergrund. „Es geht um den Spaß, auf so einem tollen Rasen zu spielen, und um den guten Zweck”, so Gernot Kuth, Präsident des Rotary Club Aachen. Er moderiert und kommentiert die Spiele.

Der Erlös aus dem Benefizturnier geht an das Projekt „End Polio Now” und eine Einrichtung für Kinder in Aachen. „Kinder, die Polio haben, können nie Fußball spielen”, betont Kuth. Im Projekt „End Polio Now” unterstützt Rotary International die Bemühungen, die Kinderlähmung endgültig auszurotten. Durch eine groß angelegte Impfaktion konnten bereits fünf Millionen Kinder weltweit vor der Ansteckung bewahrt werden.
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