Am Dorfplatz entsteht die neue Heimat für die Feuerwehr

Von: hes
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Auf dem Dorfplatz am Konertzweg soll im hinteren Bereich das neue Gerätehaus entstehen. Die Verkehrs- und Stellflächen (rechts) sollen davon unberührt bleiben. Foto: H. Schepp
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Der Entwurfsplan für das neue Rollesbroicher Gerätehaus sieht eine Fahrzeughalle und einen Gebäudetrakt für Schulungs- und Sozialräume vor. Foto: Baumanns

Simmerath. „Wir sind in den letzten Jahren besonders in der Standortfrage viel unterwegs gewesen. Nun bin ich froh, dass wir eine für alle Seiten verträgliche Lösung gefunden haben und zur Umsetzung bringen können“, sagte Rollesbroichs Ortsvorsteher Marc Topp jetzt im Simmerather Struktur- und Hochbauausschuss, als dort die Pläne für das neue Feuerwehrgerätehaus seines Ortes vorgestellt wurden.

Bei veranschlagten Projektkosten von rund 470.000 Euro entsteht auf dem Dorfplatz am Konertzweg in Rollesbroich das zweigeteilte Gebäude mit Fahrzeughalle und Schulungs- sowie Sozialräumen. Der eigentliche Baukörper steht auf einer Grundfläche von knapp 240 Quadratmetern, wie Diplom-Ingenieur Christoph Baumanns nun im Ausschuss erläuterte.

Hinzu kommt die Verkehrsfläche mit einer entsprechend breiten Zuwegung für Einsatzfahrzeuge und zwölf Stellplätzen sowie einer sogenannten Bewegungsfläche hinter dem Gebäude, auf der bei Zeltveranstaltungen der Sanitär-Container stehen soll.

Der Entwurf für das neue Rollesbroicher Gerätehaus sei „im Prinzip eine Kombination aus zwei Gerätehäusern im Raum Stolberg“, die sein Büro geplant habe, erläuterte Baumanns. Die Feuerwehrhäuser in Atsch und ganz aktuell in Zweifall hätten als Vorbild gedient, was Rahmenbedingungen, Optik und Funktionalität beträfe, so der Planer.

Die Fahrzeughalle sei mit Maßen von sechs mal 13 Metern auf ein Einsatzfahrzeug ausgelegt, die rückwärtige Zu- und Ausfahrt werde mindestens 3,60 Meter breit, könne aber bei Bedarf auf vier Meter verbreitert werden. Die Höhe der Halle steigt von 4,20 Meter auf 5,20 Meter an und liegt damit deutlich über der Höhe des anderen Gebäudeteils, der nur lichte Höhen von 3,00 bis 3,92 Meter misst, wie aus der Entwurfsplanung hervorgeht.

Dieser zweite Gebäudeteil ist im Grunde nochmals zweigeteilt und beherbergt größere Umkleide- und Sanitärräume für Herren sowie jeweils kleinere Versionen für Damen. „Wir mussten in der Planung theoretisch 27 Personen hier unterbringen – 22 männliche und fünf weibliche“, so Christoph Baumanns. Auf der anderen Seite des Ganges befinden sich ein knapp 15 Quadratmeter großer Heizungsraum und der knapp 60 Quadratmeter große, lang gestreckte Schulungsraum mit einer Küchenecke und fünf Fenstern. Der Norm entsprechend, werden die Außenwände des gesamten Gebäudes in der sogenannten „Sandwich-Bauweise“ errichtet, der Schulungsraum wird zusätzlich von innen mit Rigips verkleidet.

Ortsvorsteher Topp sprach von einem „hohen Interesse“, das die Feuerwehr und die Bürger an diesem Standort am Dorfplatz hätten, wo es das Gerätehaus nun zu integrieren gelte. „Unsere Feuerwehr braucht dringend eine neue Heimat“, das bisherige Gerätehaus entspreche nicht mehr den Ansprüchen. Auch die in den Gesamtkosten veranschlagten 10.000 bis 12.000 Euro Eigenleistung der Löschgruppe für die Pflasterung der Außenanlage seien „leistbar“, so der Ortsvorsteher.

Reinhold Köller, UWG-Abgeordneter aus Rollesbroich, stellte fest: „Wenn wir die Hilfe der Feuerwehr erwarten, dann müssen wir diese auch mit adäquaten Gebäuden und Räumen ausstatten.“

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