Steckenborn - Am Buerplatz lebt die Dorfgeschichte auf

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Am Buerplatz lebt die Dorfgeschichte auf

Von: P. St.
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Der erste Streich: Der Arbeitskreis Dorfgeschichte hat sich im November 2014 gebildet und nun mit der Errichtung der Geschichtstafel am Buerplatz sein erstes Projekt in die Tat umgesetzt. Foto: Peter Stollenwerk

Steckenborn. Die wohl älteste schriftliche Erwähnung des Ortes Steckenborn, die zurzeit bekannt ist, stammt aus dem Jahre 1505/1506. In einer Forstmeisterrechnung des Amtes Monschau wird bei der Auflistung der Abgabenpflichtigen der erste „Steckebürer“ mit Namen „Johann an dem Steckelboirn“ (unter Ziffer 2) genannt.

Die Liste zählt vermutlich die Besitzer von „Vercken“ (Schweinen) auf, die das Recht hatten, die Tiere in den ausgedehnten Buchen- und Eichenwäldern zur Mast hineinzutreiben. Dafür mussten sie Abgaben in Form von Geld oder Naturalien, z. B. Getreide, zahlen.

Diese und weitere Informationen über den Ursprung des Ortes Steckenborn sind jetzt auf einer ansprechend gestalteten Infotafel zu lesen, die vor einigen Tagen am Buerplatz in der Bornstraße aufgestellt wurde, passenderweise dort, wo der Ort seinen Ursprung hat. Mit diesem Projekt präsentiert sich gleichzeitig auch der seit anderthalb Jahren aktive „Arbeitskreis Dorfgeschichte“ erstmals einer breiteren Öffentlichkeit. Außerdem wurde auf dem Platz, wo sich einst ein Weiher befand, noch eine rustikale Sitzgarnitur aus Holz erreichtet.

Der Hof des ersten „Steckebürers“ lag möglicherweise ganz in der Nähe der Wasserquelle „Buer“. Für viele Steckenborner verbinden sich mit dem Weiher schöne Kindheitserinnerungen aus den 1950/1960er Jahren. Der Weiher war so niedrig, dass im Sommer Kinder darin planschen konnten. Im Frühjahr wurden Kaulquappen gefangen und im Winter Eisbahnen geschlagen und geschlittert. Der Weiher wurde auch als Viehtränke genutzt.

Der Arbeitskreis Dorfgeschichte Steckenborn steht in direkter Verbindung zur Eröffnung des historischen Dorfmuseum Steckenborn am 26. Oktober 2014. Aus diesem Anlass regte das Ortskartell Steckenborn die Gründung eines Arbeitskreises Dorfgeschichte an. Die interessierten Bürger kamen Anfang November 2014 zu ihrem ersten Treffen zusammen. Seitdem treffen sich regelmäßig acht Personen, die sich der Historie des Ortes in besonderem Maße verpflichtet fühlen.

Schon bald stand fest, dass als erstes Projekt am Ursprung von Steckenborn, dem Buerplatz, eine Hinweistafel errichtet werden sollte. Damit sollte der Platz, auf dem sich neben einem Brunnen noch der sogenannte Dorfstein, der aus Anlass der 490-Jahrfeier im Jahr 1995 aufgestellt wurde, aufgewertet werden. Nachdem die Gemeinde Simmerath ihre Zustimmung gegeben hatte, wurden die weiteren Arbeiten umgesetzt. In diesem Zusammenhang richtete der Arbeitskreis auch ein besonders Wort des Dankes an Ulrich Braun für seine handwerkliche Unterstützung sowie an weitere Steckenborner Unternehmen.

An weiteren Aufgaben herrscht im Arbeitskreis kein Mangel, denn es ist geplant, weitere historisch markante Plätze und Gebäude mit Infotafeln auszustatten. Die nächste Hinweistafel ist an der Kirche vorgesehen. Hier gilt es aber noch, ein paar Informationslücken zu schließen. So ist z. B. noch nicht bekannt, aus welchem Jahr die Heiligenfiguren im Kircheninneren stammen. Ein weiteres Projekt gilt alten Häusern in Steckenborn sowie deren Geschichte und Bewohnern. Insgesamt, sagt André Koll vom Arbeitskreis Dorfgeschichte, verfolge man das Ziel, „das Bewusstsein in der Bevölkerung für die historische Eigenart des Heimatdorfes zu stärken“.

Dem Arbeitskreis gehören aktuell acht Personen an: Christiane Aschoff-Ghyczy, Walter Greuel, André Koll, Markus Krüttgen, Anneliese Lennarz, Ottfried Lutterbach, Elisabeth Nießen und Maria Theißen.

Weitere an der Dorfgeschichte Steckenborns interessierte Personen sind jederzeit willkommen. Kontakt: André Koll, Kuhlenstraße 19, Telefon 02473/ 9273491, E-Mail: andre.koll@gmx.net.

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