Alternativladen: Weiterverkaufen statt wegwerfen

Von: ale
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„Alles was Menschen noch brauchen können, nehmen wir an”, so die Mitarbeiter im Roetgener Alternativladen, der eine echte Fundgrube sein kann – auch jetzt, in der Zeit der Geschenke. Foto: A. Lauscher

Roetgen. Der Alternativladen in Roetgen hatte vergangenen Samstag seine Türen geöffnet, die Mitarbeiter/Innen freuten sich über regen Besuch. Schon seit dem Jahre 1977 besteht dieser Laden, sein Prinzip: Gebrauchte, aber noch gut erhaltene Kleidung sowie Spielzeug, Bücher und kleinerer Hausrat werden als Spenden angenommen und zu sehr niedrigen Preisen wieder verkauft.

Jeder kann in diesem Laden einkaufen. Die so erzielten Einnahmen werden am Jahresende an gemeinnützige Organisationen weitergegeben. In diesem Jahr wurden so bereits 21 000 Euro gespendet, zuletzt für eine Poliklinik in Arequipa, Peru, in der behinderte Kinder behandelt werden. Dankenswerterweise übernimmt die evangelische Kirchengemeinde Roetgen seit vielen Jahren einen Teil der Kosten für die monatliche Miete des Ladens.

Das Team, bestehend aus elf Damen und zwei Herren, arbeitet ehrenamtlich. Alle eingehenden Waren werden überprüft und – so gut es geht – einsortiert. Eine große Auswahl an Kinderkleidung wird angeboten, Wintersachen für Damen und Herren, Stiefel, Schultaschen, Koffer. Der Laden kann durchaus eine Fundgrube sein für Menschen, die altes Porzellan oder Gläser suchen.

Außerdem gibt es Tisch- und Bettwäsche, sogar Dekoration und kleine Geschenkartikel. In der Bücherecke kann man nach Herzenslust stöbern, Leseratten gehen bestimmt nicht ohne Buch nach Hause. Am „offenen Samstag“, der mehrmals im Jahr organisiert wird, findet man sogar eine recht große Auswahl an Schmuck und Uhren.

Und diesmal konnte man von einem schön aufgeräumten Spielzeugtisch auswählen, dafür hat sich der jüngste Mitarbeiter im Team, Leonas, als Fachmann für Playmobil und Lego stundenlang angestrengt.

Das hoch motivierte Team bedient alle freundlich, sowohl die Stammkunden als auch die neue interessierte Kundschaft, und erklärt gerne die Beweggründe, warum man in diesem Laden mitmacht: um eine Zeichen zu setzen in unserer Wegwerfgesellschaft, um Ressourcen zu sparen und um schließlich mit dem Erlös sinnvolle Projekte zu unterstützen. Und wenn dann Kunden für wirklich kleines Geld einen zufriedenstellenden Einkauf getätigt haben, ist dies für beide Seiten ein schöner Erfolg. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Alternativladens suchen noch Verstärkung. Wer sich für diese Arbeit interessiert, kann sich bei Ursula und Wilhelm Hermann melden unter Telefon 024712556.

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