Alte Hasen und junges Blut machen die Komödie peppig und amüsant

Von: ame
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Familienvater Jan Ludwig (Josef Werker, l.) musste sich gegen persönliche Angriffe seiner Ex-Geliebten Steffi (Christina Völl) und seines Sohnes Kai (Patrick Werker) zur Wehr setzen. Foto: Alfred Mertens

Konzen. Der Theaterverein Concordia Konzen präsentierte seinem treuen Publikum im Musik- und Kulturzentrum (MuK) zwei Aufführungen des Stückes „Ab jetzt bin ich glücklich“. Bei der amüsanten und peppigen Komödie von Frank Pintus kamen die Besucher voll auf ihre Kosten.

Wie es bei den Aufführungen des Konzener Theatervereins üblich ist, wurden die Gäste bei der ersten Aufführung mit einem Glas Sekt begrüßt.

Lediglich fünf Darsteller der Concordia standen diesmal auf der Bühne im MuK, um ihr schauspielerisches Talent unter Beweis zu stellen. Da sich Spielleiter Marco Völl eine Auszeit genommen hatte, vertrat ihn diesmal Stefan Herbst, der das Theaterstück schon seit zehn Jahren in seiner häuslichen Schublade aufbewahrt und nunmehr hervorgeholt hatte. Zu zwei intensiven wöchentlichen Proben seit Karneval stand das Musik- und Kulturzentrum für die Akteure zur Verfügung.

Besetzung drängte sich auf

„Ich brauchte nicht lange zu überlegen, wem ich die Vater-Sohn-Rollen beim Theaterstück übertragen würde. Hierfür kamen bei uns eigentlich nur Josef und Patrick Werker in Frage. Aufgrund ihrer Charaktere war das Stück für sie wie auf den Leib geschnitten. Diesmal haben wir keine große Priorität auf ein besonderes Bühnenbild gelegt, sondern dieses eher schlicht gehalten. Das Publikum soll sich ganz auf den Inhalt des Stückes konzentrieren. Ich ziehe den Hut vor den Darstellern, die vom Volumen des Textes her doch einiges zu lernen hatten“, erläuterte der Spielleiter.

Herbst konnte sich auf eine gesunde Mischung aus alten Hasen und jungen Hüpfern bei der Besetzung der Rollen verlassen. „Auf der einen Seite die erfahrenen Akteure wie Marianne Huppertz, die schon in den 1960er-Jahren auf der Bühne stand, sowie Josef Werker und Egon Kell, andererseits aber auch mit Patrick Werker und Christina Völl junges Blut, das für viel Wirbel auf der Bühne sorgt.“

Dass man diesmal nicht vor ausverkauftem Haus spielte, führt Herbst auf die vielen örtlichen Feste in kurzer Zeit zurück.

Chaotisch ging es beim Theaterstück zu, denn Familienvater Jan Ludwig (Josef Werker) war beim anstehenden Weihnachtsfest plötzlich auf sich alleine gestellt. Der 50-jährige Schildkrötenliebhaber konnte gerade erst die Scheidung von seiner Frau (Marianne Huppertz) zu den Akten legen, sein Sohn (Patrick Werker) geht mittlerweile seine eigenen Wege, seine Geliebte (Christina Völl) hat sich von ihm getrennt, und sein Vater (Egon Kell) ist seit einiger Zeit Witwer.

Nach dem Motto „Ab jetzt bin ich glücklich!“ und den Ratschlag seines Psychologen, den Abend auf einem Diktiergerät zu dokumentieren, befolgend, ist Jan sicher, den Heiligabend gut überstehen zu können. Die Ruhe wird jedoch empfindlich gestört, als er merkt, dass seine Mikrowelle in Flammen aufgeht und er sein Weihnachtsessen mit Champagner löschen muss. Jan wollte doch nur den Abend alleine verbringen, sieht sich aber durch den Besuch seines Sohnes, seiner Ex-Geliebten und seines Vaters, die allesamt mit dem gleichen Geschenk in Form eines Buches mit dem Titel „Die Schildkröte, dein Partner“ erscheinen, gestört.

Den Vorschlag der Erschienenen zu einem gemeinsamen auswärtigen Essen schlägt Jan aus. Vater Peter gesteht, eine Bank überfallen zu haben. Einen vor dem Haus geparkten Porsche bietet er zu Probefahrten an. Eine Auseinandersetzung zwischen Jan und seinem Sohn wird mit Boxhandschuhen ausgetragen. Jans Ex-Ehefrau Nicole ist überrascht, dass er (unter Anleitung seines Vaters) plötzlich Kekse backen kann. Letztlich führt ein gemeinsamer Flug aller Beteiligten (auf Wunsch von Jan und Peter) in das kanadische Vancouver.

Über die gesamte Zeit lebte das Theaterstück von Missverständnissen, Provokationen, Beleidigungen und Vorwürfen.

Helfer im Hintergrund

Beim Theaterstück fungierte Lucie Frevel-Kruse als Souffleuse. Im Hintergrund leisteten Andrea Werker (Requisite), Eva Damoiseaux (Maske), Stephanie Krings (Frisuren), Ernst Kaulard, Sabine Skoupy, Tom Karst und Rudolf Huppertz (Bühnenbau) sowie Tim Gillessen und Markus Förster (Technik) wertvolle ehrenamtliche Arbeiten, die zum Gelingen der Aufführungen beitrugen.

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