Alle Simmerather Kindergärten im Bestand gesichert

Von: P. St.
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Zu Gast in der Gemeinde Simmerath: Städtregionsrat Helmut Etschenberg (vorne, re.) und sein Team pflegten einen regen Austausch über aktuelle Themen mit Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (vorne. li.) und seinen Mitarbeitern. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Weder für die Städteregion Aachen noch für die Kommunen stelle die derzeitige Finanzlage „eine Zukunftsperspektive” dar, machte Städteregionsrat Helmut Etschenberg am Dienstag in Simmerath deutlich. Insbesondere die Kosten für die Jugendhilfe hätten eine Dimension angenommen, „die auf Dauer nicht lokal verkraftet werden kann,” sagte Etschenberg anlässlich eines offiziellen Besuches bei der Gemeinde Simmerath.

Trotz der erdrückenden Finanzlast versicherte er, dass der Kindergarten Strauch wie geplant im Oktober 2010 eröffnet werde könne. In diesem Zusammenhang versicherte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, dass der Bestand aller Simmerather Kindergärten bis in das nächste Jahr hinein gesichert sei.

Karl-Heinz Hermanns bezeichnete es als eine Ehre, dass Städteregionsrat Helmut Etschenberg seine angekündigte Informationsreise durch die 10 Kommunen der Städteregion in Simmerath begonnen habe. Ein „fachlicher Austausch und die menschliche Annäherung” bestimmten laut Etschenberg den Charakter des freundschaftlich geprägten Besuches, an dem neben den Simmerather Amtsleitern auch das Team der Verwaltungskonferenz der Städteregion teilnahm.

Bezogen auf die Gemeinde Simmerath wurden alle relevanten Themen angesprochen, die auch die Bürger beschäftigen wie z. B. Planungsfortschritt bei der Umgestaltung der B258 zwischen Fringshaus und Aachen. Die Planungsphase sei „angestoßen”, berichtete Etschenberg und ab 2011 werde konkret mit dem Umbau zwischen Roetgen und Fringshaus begonnen.

Bergaufwärts werden zwei echte Fahrspuren angelegt, ab Fringshaus soll eine großzügige Einfädelspur für den aus Lammersdorf kommenden Verkehr angelegt werden. Davon verspreche man sich eine wesentliche Entzerrung. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns verwies darauf, dass 70 Prozent der insgesamt 4800 Arbeitnehmer in der Gemeinde Simmerath auspendelten.

In der Finanzpolitik der Städteregion sah der Simmerather Bürgermeister trotz von anderer Seite geäußerter Kritik „einen neuen Umgang” mit den Kommunen. Als faire Lösung bezeichnete er es, dass die Städteregion ihr Haushaltsdefizit zu 50 Prozent aus ihrer Rücklage und zu 50 Prozent aus der kommunalen Umlage bestritten habe.

Dass der Tourismus in der Gemeinde Simmerath eine hohe wirtschaftliche Bedeutung besitzt, wurde nicht nur an der Tatsache deutlich, dass in der Gemeinde erstmals die magische Grenze von 200.000 Übernachtungen im Jahr 2009 geknackt hat. Weitere Attraktionen sollen das Geschäft nun ankurbeln.

So hat die Gemeinde Simmerath einen Antrag gestellt, dass am Infocenter in Rurberg eine Ladestation für Elektro-Fahrräder bezuschusst wird. Hier können Gäste dann Fahrräder leihen, die dank eines unterstützenden Elektromotors das Überwinden der Höhenunterschiede leichter machen. Begeistert von dieser Initiative zeigte sich auch Helmut Etschenberg, der demnächst auch selbst auf eine Elektromobil umsteigen möchte.

Selbstverständlich spielte auch die Zukunft des Krankenhauses Simmerath eine Rolle beim Besuch der Städteregionsspitze. Der stellvertretende Städteregionsrat Axel Hartmann unterstrich das Bekenntnis der Städteregion zum Standort Simmerath, wobei die Form der Trägergesellschaft noch zu definieren sei.

In diesem Zusammenhang erging der Appell von Bürgermeister Hermanns, dass die Städteregion sich auch mit einen konkreten Anteil an der Trägerschaft beteiligen möge. Dies sei ein wichtiges Signal für die Bevölkerung.
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