„All inclusive“: Integratives Familienspielfest unter dem Motto

Von: ik
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Ob Karten, würfeln oder bauen: Bei der großen Auswahl an Gesellschaftsspielen war am Sonntag in Roetgen für jeden etwas dabei. Foto: Isabell Krämer

Roetgen. Ob Mensch ärger dich nicht, Lotti Karotti oder Hanabi, das neue Spiel des Jahres, – im Roetgener Bürgersaal stand am Sonntag Groß und Klein eine riesige Auswahl an alten und neuen Gesellschaftsspielen zur Verfügung, die den ganzen Nachmittag lang ausprobiert werden konnten.

Die Spielehelfer von „Spielkonzept4u“, die ehrenamtlich tätig und selbst begeisterte Gesellschaftsspieler sind, ersetzten das lästige Regellesen, erklärten den Gästen die Spiele und empfahlen je nach Interesse ein neues Spiel.

Spielefeste wie dieses sind vielen Familien in der Region bekannt. Seit über zehn Jahren finden in der Elwin-Christoffel-Realschule in Monschau und in der Realschule in Baesweiler immer zum Ende eines Jahres solche Familientage statt.

Bundesweiter Spieletag

Das Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung der Städteregion Aachen und die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung (KoKoBe) Nordeifel haben nun aber gemeinsam mit der Gemeinde Roetgen und der Initiative „Stadt, Land, Spielt!“ zusätzlich ein besonderes Familienspielefest in Roetgen organisiert. Ein Termin für diesen Tag ließ sich leicht finden, denn zum ersten Mal fand vergangenen Sonntag ein bundesweiter Spieletag mit 36 Veranstaltungsorten in ganz Deutschland statt. Der bundesweite Spieletag ist eine Initiative, mit der das Kulturgut Spiel gefördert werden soll. Denn Spielen verbindet, schafft Geselligkeit, fördert die eigenen Fähigkeiten und macht dabei auch noch Spaß. „All inclusive“, lautete das besondere Motto, unter dem dieser Tag in Roetgen stand – denn natürlich richtet sich dieses Angebot an jeden, der kommen möchte, aber zu dem Spielefest in Roetgen wurden nun ganz besonders auch Menschen aus integrativen Einrichtungen eingeladen.

Diese Idee fand ihren Ursprung während der Stammtischabende der KoKoBe, die immer sehr beliebt und gut besucht sind, so Ralf Pauli, Jugendpfleger und Veranstalter des Familienspielefests in Roetgen. „Besonders am Herzen liegt uns auch, dass Eltern mit ihren Kindern qualitativ wieder mehr Zeit verbringen. Optimal wäre es, wenn Familien einen Spieleabend in der Woche einrichten würden, um die Kommunikation innerhalb der Familie zu stärken.“ Vor allem die starke Entwicklung von Medien jeglicher Art, die die aktive Kommunikation mehr und mehr ersetzen, bereitet Ralf Pauli Sorgen. Mit Veranstaltungen wie dieser sollen Impulse gesetzt werden, um den Familien den Spaß am gemeinsamen Spiel wieder näher zu bringen.

Doch nicht nur Gesellschaftsspiele standen auf dem Tagesprogramm: Mit Unterstützung der Schüler des Berufskollegs Simmerath konnten sich die Kleinen schminken lassen, basteln, malen, Dosen werfen und an einem afrikanischen Djembe-Trommelworkshop teilnehmen. Der Förderverein der Grundschule Roetgen sorgte für das leibliche Wohl der Gäste, die sich zwischen den Spielen stärken wollten, um mit voller Konzentration das nächste Strategiespiel antreten zu können. Außerdem bot sich den Einrichtungen der Caritas, des Helene-Weber-Hauses, der Grenzlandjugend Roetgen, der Jugendaktiv Simmerath und der Aktion „Im Blick“ der Jugendämter in der Städteregion Aachen im Rahmen der Aktion „Augenblick Mal“ zur Stärkung und Förderung von Kinder- und Jugendschutz die Möglichkeit, sich an Informationsständen mit zahlreichen Beratern, Broschüren zum Mitnehmen und teilweise eigenen Spielbeiträgen zu präsentieren.

Nächstes Spielefest

Das nächste Familienspielefest findet am 24. November in der Elwin-Christoffel-Realschule statt, und alle Familien, Kinder und Jugendliche sind eingeladen, daran teilzunehmen, um einen Nachmittag mit Spaß, Strategie und seinen Mitmenschen zu verbringen.

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