Alkohol-Prophylaxe ein Schwerpunktthema

Von: heg
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In der Roetgener Sprayer-Gruppe können 14 junge Leute auf legale Weise ihrem Hobby nachgehen. Eine ihrer Arbeiten ist vor dem Rathaus zu sehen. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Im Roetgener Bildungs-, Jugend-, Sozial und Sportausschuss zogen die für die Südkreiskommunen zuständigen Streetworker Heidi El-Hallani und Gerold Gröbel jetzt eine Bilanz ihrer Arbeit im vergangenen Jahr.

Schwerpunktmäßig ist Gerold Gröbel seit September 2009 in Roetgen als Ansprechpartner für Jugendliche unterwegs. Die Zusammenarbeit mit den Behörden wie Polizei und Ordnungsamt sei sehr gut, kurze Kommnunikationswege erleichterten die Arbeit, stellte er fest.

Als Beispiel führte er eine gemeinsam mit Dirk Scheins vom Ordnungsamt durchgeführte Aktion an, bei der im vergangenen Jahr vor Karneval alle Alkohol verkaufenden Stellen aufgesucht und für die Einhaltung des Jugendschutzes sensibilisiert wurden. Den Erfolg konnte er an der Reaktion etlicher Jugendlicher ablesen. „Die war nicht positiv”, schmunzelte er.

Bürgermeister Manfred Eis erklärte dazu, dass auch Kontakt mit Raerener Behörden aufgenommen worden sei, um auch die belgischen Geschäfte einzubinden.

Alkohol-Prophylaxe werde in diesem Jahr ein Schwerpunkt-Thema sein, kündigte Gerold Gröbel an, denn hier liege ein großes Problem. Dazu gehört unter anderem auch die Arbeit mit „Rauschbrillen”, die die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf Wahrnehmung und Reaktionsvermögen simulieren.

Gut angenommen worden waren einige Einsätze des Jugendbusses in Roetgen, etwa in der Mainacht und zu Halloween, berichtete der Streetworker weiter. Auch mehrere Public Viewings während der Fußball-WM waren erfolgreich.

Zu Beginn seiner Tätigkeit hatte es sich Gerold Gröbel auf die Fahnen geschrieben, einige Jugendtreffs in Roetgen wieder zu beleben. Die Offene Tür in der Grenzlandjugend funktioniere wieder gut, hier treffen sich regelmäßig zehn bis 20 Jugendliche.

Hier zeigten auch junge Ehrenamtler großes Engagement, die aber altersbedingt noch nicht Verantwortung für eine selbstständige Leitung übernehmen könnten. Bis es soweit ist, werde er den Treff noch begleiten, kündigte er an.

Mit Unterstützung der Sparkasse konnten im Bereich Medien einige Anschaffungen getätigt und die Mitarbeiter geschult werden, die so genannten Mediennächte erfreuen sich bei den Jugendlichen großer Beliebtheit.

Weniger erfolgreich verliefen die Bemühungen, zusätzliche Treffs im Jugendhaus Rott und im katholischen Pfarrheim in Roetgen zu etablieren, hier sei der Bedarf offensichtlich nicht so groß.

Ob es künftig auch Angebote für Jungen und Mädchen im Teenie-Alter geben wird, wie aus dem Ausschuss nachgefragt, konnte Gerold Gröbel nicht versprechen, Ferienspiele werde es aber in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus Rott wieder geben.

Aktuell sind die Streetworker eingebunden in die Projektwoche „Chillaxed” zum Thema Gewaltprävention, deren Abschluss am Samstag in den Räumen der Grenzlandjugend gefeiert wird. Hier werden unter anderem auch Ergebnisse des Sprayer-Projekts vorgestellt, das in Roetgen mit 14 Jugendlichen schon seit einiger Zeit läuft.

Hier können sie legal ihrem Hobby nachgehen, am Samstag werden sie auch einen Einblick in die Technik geben. „Dazu gehört viel Können”, hatte Gerold Gröbel festgestellt, als er sich selbst einmal an dieser Technik versuchen wollte.
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