Roetgen - Aldi winkt in Roetgen ab, aber nicht so ganz

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Aldi winkt in Roetgen ab, aber nicht so ganz

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:
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So weit wird es an der Faulenbruchstraße nicht kommen. Aldi zieht sich von diesem Standort zurück. Das hat die Gemeinde Roetgen inzwischen schriftlich. Fotomontage: Jakob Schieren

Roetgen. Die Befürchtungen der UWG sind seit Dienstag Gewissheit. Bürgermeister Manfred Eis erhielt einen Brief, in welchem der Discounter Aldi mitteilt, dass er sich definitiv nicht am Standort Faulenbruchstraße ansiedeln wird. Der Verwaltungschef hat umgehend die Vorsitzenden der Ratsfraktionen unterrichtet.

In seinem Brief spricht Gilbert Penser von der Unternehmensgruppe Aldi Süd mit Sitz in Eschweiler von programmierten Interessenskonflikten am Standort Faulenbruchstraße. So brachte ein Lärmgutachten für Aldi nicht die erhoffte positive Prognose. Darüber hinaus sei die Einschränkung von nur drei Lkw-Anlieferungsfahrten pro Tag nicht akzeptabel. Ferner ständen die Interessen der Anwohner für das Unternehmern „klar im Fokus”, wie Bürgermeister Eis betonte.

Weil Teile der Anlieger die Ansiedlung eines Discount-Marktes an dieser Stelle völlig ablehnten, befürchte Aldi auch permanente juristische Auseinandersetzungen, denen das Unternehmen aus dem Weg gehen wolle. All diese Probleme und Interessenskonflikte seien für Aldi Süd so groß und unüberwindlich, dass das Unternehmen sich entschlossen habe, vom Standort Faulenbruchstraße abzusehen und den Antrag für die Aufstellung eines Bebauungsplanes zurückziehe, so der Bürgermeister weiter.

Allerdings, und das wird die trauernde UWG sicherlich etwas aufheitern, will der Discounter dem Standort Roetgen nicht endgültig den Rücken kehren, denn, so Eis, Aldi hoffe, dass „andere Standortentwicklungen zukünftig möglich” sein werden. Der Verwaltungschef: „Aldi will nach Roetgen kommen, nur nicht an die Faulenbruchstraße.”

„Mit Bedauern” hat die CDU den Rückzug des Discounters zur Kenntnis genommen, so Fraktionschef Michael Seidel in einer ersten Reaktion, zumal Aldi sich noch im November vergangenen Jahres selbst auf den Standort festgelegt habe. Darüber habe auch im Gemeinderat Konsens geherrscht.

Die Union werde weiterhin die Ansiedlung einers Aldi-Marktes in Roetgen an einem dafür geeigneten Standort unterstützen. Kritik übte Seidel an der UWG. Der Vorwurf der Unabhängigen, im Gemeinderat seien dem Vorhaben Steine in den Weg gelegt worden, sei „absolut nicht haltbar”. Das seien „populistische Anfeindungen und parteipolitische Polemik”.
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