Roetgen - Aldi-Ansiedlung in Roetgen: Nächster Versuch

Aldi-Ansiedlung in Roetgen: Nächster Versuch

Von: P. St.
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Das freie Grundstücke an der Faulenbruchstraße in Roetgen, nahe der Einmündung in die Bundesstraße, hat die Firma Aldi als Standort für eine neue Filiale ins Auge gefasst. Das leerstehende Wohnhaus gehört auch zur Planfläche soll abgerissen

Roetgen. Roetgen und die Aldi-Ansiedlung - das ist eine unendliche Geschichte: Seit fast zwei Jahrzehnten versucht der Discounter im Ort Fuß zu fassen.

Ab Dienstag nun wird ein neuer Versuch gestartet, wenn der Roetgener Bauausschuss den so genannten „vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 5” beschließen, der Aldi ermöglichen soll, sich an der Faulenbruchstraße anzusiedeln.

Der Discounter hat bereits eine Planungsbüro aus Aachen beauftragt, auf dem Grundstück unterhalb des früheren Baby-Markt-Komplexes den Neubau zu planen. Mit die Planungen eingetroffen wurde auch ein freistehendes und inzwischen leerstehendes Wohnhaus, das der Investor erwerben und abreißen möchte.

Ein entscheidender Punkt der Ansiedlung ist auch die Frage des Verkehrsaufkommens, das durch den Discounter natürlich erheblich zunehmen wird. Ein Verkehrsuntersuchung kam zu dem Ergebnis, dass dass am Knotenpunkt Bundesstraße/Faulenbruchstraße/Pilgerbornstraße dringender Handlungsbedarf besteht.

Bei Abwägung zwischen Kreisverkehr und Ampelanlage ist des Landesbetrieb als Straßenbaulastträger zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Kreisverkehrs aus topografischen Gründen nicht in Frage kommt.

Demnach favorisiert der Landesbetrieb eine Ampel. Handlungsbedarf, die Verkehrssituation im Einmündungsbereich Faulenbruchstraße zu entspannen, betont Bürgermeister Manfred Eis auf Anfrage, bestehe aber auch, wenn es nicht zu Ansiedlung von Gewerbe komme.

Gleiches gelte übrigens auch für den Einmündungsbereich Rosentalstraße am anderen Ende des Ortes. Dem Bürgermeister ist wohl bewusst, dass die Diskussion um zusätzlich Ampelanlagen auf der B258 in eine völlige andere Richtung geht, als die momentanen Bestrebungen, den Verkehrs auf der wichtigsten Achse zwischen Aachen und Eifel durch zusätzliche Spuren zu entspannen, allerdings macht er darauf aufmerksam, dass man hier über Ampelanlagen in der geschlossenen Ortschaft rede, die immerhin von täglich 16.000 bis 18.000 Fahrzeugen frequentiert werde.

Die Entscheidung für Ampelanlage an der Faulenbruchstraße wurde für den Straßenbaulastträger sicherlich nicht erschwert, nachdem die Firma Aldi zugesagt hat, die Kosten für deren Herstellung zu übernehmen. „Als Vorteilhabender”, findet auch Manfred Eis, sei es nicht mehr als recht und billig, dass der Investor in die Pflicht genommen werde.

In Auftrag gegeben wurde auch bereits eine Schallimmissionsuntersuchung. Wenn Aldi einige schalltechnische Maßnahmen umsetzte und der Betriebs auf die die Zeit von sechs bis 22 Uhr begrenzt werde, bestünden keine Bedenken.

Bedenken kommen allerdings von Anwohnern. Jacob Schieren, Inhaber des gleichnamigen Landgasthofes, befürchtet „massive Auswirkungen” durch starkes Verkehrsaufkommen, denen er sich als Anwohner und Betroffener ausgeliefert.

Schieren kündigt den Einsatz rechtlicher Mittel an, vor allem weil das Vorhaben sich nicht in die nähere Umgebung einfüge. Die Faulenbruchstraße besitze den Charakter eines Wohngebietes, und für die Ansiedlung eines Aldi-Marktes gebe es genug Alternativen im Ort, z. B. in der Nähe anderer Einzelhandelsbetriebe.

Die Sitzung des Bauausschusses mit der Beratung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Aldi beginnt am Dienstag um 18 Uhr im Rathaus.
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