Konzen/Imgenbroich - Aktion von Polizei und Schule Imgenbroich-Konzen: „Zu Fuß zur Schule“

Aktion von Polizei und Schule Imgenbroich-Konzen: „Zu Fuß zur Schule“

Von: hes
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Verkehrserziehung in der ersten Klasse der Gemeinschaftsgrundschule Imgenbroich-Konzen. Begleitet von den Beamten des Polizei-Bezirksdienstes Monschau und ihren Lehrern, lernen die Schulanfänger, wie sie sich im Straßenverkehr bewegen müssen. Die auffälligen Leuchtwesten sind dabei eine wertvolle Hilfe. Foto: H. Schepp

Konzen/Imgenbroich. Und täglich grüßt das Murmeltier: Jeden Morgen um Acht herrscht an den Grundschulen in Konzen und Imgenbroich – und nicht nur dort! – allgemeines Chaos und „sind allgemeine Verkehrsregeln temporär außer Kraft gesetzt“, wie Udo Scholten, Verkehrserzieher der Polizei in der Nordeifel, beobachtet hat.

Da wird geparkt, wo gerade Platz ist, „am liebsten würden manche Eltern in die Schule reinfahren, damit das Kind es nicht so weit hat“, übertreibt er bewusst. Den Autoverkehr von der Schule zu verbannen oder zumindest etwas auszudünnen, dies ist das Ziel der Aktion „Zu Fuß zur Schule“, die jetzt den Eltern der Imgenbroicher und Konzener Grundschulkinder vorgestellt und in allen Klassen der Gemeinschaftsgrundschule gestartet wurde.

„Das Ziel der Aktion, nämlich weniger Verkehr vor der Schule, wollen wir dabei nicht mit Strafen oder Knöllchen erreichen, sondern mit Hilfe der Kinder, die wir dafür belohnen, wenn sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen“, erläuterte Udo Scholten.

„Wir haben eine ähnliche Aktion vor acht Jahren mit großem Erfolg an der Grundschule Imgenbroich unter dem Titel ‚Verkehrszähmer‘ durchgeführt“, erinnerte GGS-Lehrerin Sandra Retzlaff, und auch in Baesweiler werde die Aktion sehr wirksam praktiziert.

Die Wirkung ist erstaunlich: „Die Kinder lehnen es ab, morgens mit dem Auto gebracht zu werden, weil sie ja Punkte für ihre Klasse sammeln wollen“, so Udo Scholten. Und Sandra Retzlaff hatte schon von ihren Erstklässlern weitere Nebeneffekte der Aktion erfahren: „Dann sind wir schon morgens an der frischen Luft, können uns bewegen und mit den anderen quatschen“, hatten die pfiffigen I-Dötze ihr erklärt.

Laufen soll die Aktion zunächst bis zu den Herbstferien; bis dahin gibt es für jedes Kind, das nicht mit dem Auto zur Schule oder zum Bus gebracht wird, einen ausgemalten Fuß aus Pappe. „Am Ende wird gezählt, und die Klasse mit den meisten Pappfüßen bekommt einen Pokal“, kündigte Sandra Retzlaff an. Man plane aber für alle eine Belohnung, „vielleicht ein Ramba-Zamba-Bewegungsfest auf dem Schulhof, mal sehen“.

Ob die Aktion nach den Herbstferien fortgesetzt wird, ist noch nicht entschieden. In jedem Falle ist sie aber eine sinnvolle Ergänzung zur umfangreichen Verkehrserziehung an den Grundschulen. Bordsteintraining, Schulwegbegehung erst mit, dann ohne Eltern sowie Radfahrprüfung und das Thema „Verkehr“ im Sachunterricht nehmen viel Zeit von Schule und Polizei in Anspruch, haben aber, da sind sich alle einig, ihre Berechtigung.

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