Konzen - Aktion „Kreppche kicke“ des Konzener Heimatvereins ein voller Erfolg

Aktion „Kreppche kicke“ des Konzener Heimatvereins ein voller Erfolg

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Konzen. Auch in diesem Jahr besuchte der Heimatverein Konzen im Rahmen einer Hauskrippenwanderung wieder sechs Krippenbauer. Mit 29 Teilnehmern suchten die Krippenwanderer in drei Gruppen die Hobbybastler in ihren Häusern auf.

Es sei erstaunlich, wie viele Menschen noch zu Hause eine Weihnachtskrippe aufbauen, freute man sich beim Konzener heimatverein über diese Art der Traditionspflege. Die Krippenaussteller Inge, Sascha, Joachim und Manfred Huppertz sowie Peter Jung und Helmut Call ließen die Gäste in ihre gute Stube, wo sie in sehr unterschiedlicher Art die Weihnachtsgeschichte mit Felspapier und bunten Figuren dargestellt hatten. Auch die kleinen Teilnehmer hatten großen Spaß an den vielen Details der Krippenlandschaften.

So fielen in der größten Krippe von Inge Huppertz ein richtig rauchender Kessel über dem Feuer der Hirten und ein kleines unbesetztes Klohäuschen auf. Manfred Huppertz hatte sein Elternhaus im Eifeler Fachwerkstil nachgebaut und bei Sascha Huppertz dominierte Holzverarbeitung die Krippendarstellung. Peter Jung hatte die Menschwerdung Gottes in einen Tiroler Weiler mit den Dolomiten als Hintergrund eingebettet. Er ist als Mitglied des Höfener Krippenbauvereins ein Fachmann im Krippenbauen und verriet so manche Tricks, wie beispielsweise die Herstellung von Schindeln oder Felsuntergrund.

Helmut Call lebt alleine in einem wunderschön erhaltenen Eifelhaus in der Breite Straße und baut schon seit seiner Kindheit hier eine Krippe mit beleuchteten Wasserkaskaden und selbst gebauten landwirtschaftlichen Geräten. Nun lohnte sich seine Mühe für diesen großen interessierten Personenkreis. Eine Teilnehmerin

Joachim Huppertz hatte wegen eines Wasserlecks diesmal keinen aktiven Wasserlauf, aber dann doch eine Besonderheit: Bei einem Besuch einer spanischen Verwandten hatte diese auf eine spanische Tradition bei der Krippendarstellung hingewiesen. Dort gehört in jede Krippe auch ein Klohäuschen, auf dem auch jemand sein Geschäft verrichtet. Das sei ein Symbol der Fruchtbarkeit, weil man mit dem dort entstehenden Mist den Boden düngen kann und deshalb der Boden viel Frucht bringt. Ein fachkundiger Teilnehmer bestätigte diesen Brauch, betonte jedoch, dass es Bedingung sei, dass das Christkind nicht den blanken Po sehen darf. Dafür hatte seine Frau Marion aber auch schon gesorgt, so dass alles seine Richtigkeit hatte.

Beim Abschlussgespräch im Neerlos am Dorfplatz tauschten die Teilnehmer und Aussteller ihre Erfahrungen aus. Einige hoben hervor, dass auch der Kontakt mit den Krippenbauern und ihren Familien ein positiver Nebeneffekt gewesen sei. Auch Neubürger lernten sich im Dorf kennen und kamen in Kontakt mit anderen. Hervorgehoben wurde, dass auch vermehrt Interessenten aus anderen Orten sich gemeldet hatten, so aus Nideggen, Monschau, Roetgen und sogar Kerkrade.

Theo Steinröx bedankte sich beim Vorsitzenden des Heimatvereins Konzen für die tolle Idee dieser Aktion „Kreppche Kicke“ und bei den Ausstellern für ihre Bereitschaft, ihre Wohnzimmer den Besuchern zu Verfügung zu stellen. Die Krippen können noch bis Mitte Januar von weiteren Interessierten nach telefonischer Rücksprache besichtigt werden.

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