Ärger über Hundedreck: Simmerath erinnert Halter an Pflichten

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Nicht nur innerörtlich, sondern auch auf landwirtschaftlich genutzten Wiesen in der Eifel stellt Hundekot ein Problem dar. Foto: Imago/Chromorange

Simmerath. Aufgrund vermehrter aktueller Beschwerden von Bürgern aus dem gesamten Gemeindegebiet hat die Gemeindeverwaltung Simmerath alle Hundehalter an ihre Pflichten erinnert. „Immer wieder erreichen den Bürgermeister Beschwerden und Unmutsäußerungen über frei laufende Hunde in den Ortslagen, die unter anderem bedrohliche Wirkung bei Mitbürgern, gerade auch bei Kindern, erzeugen“, teilte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns nun mit.

Innerhalb von Ortslagen seien nach den rechtlichen Vorschriften alle Hunde ausschließlich angeleint auszuführen, Zuwiderhandlungen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer empfindlichen Geldbuße geahndet werden können, heißt es in der Verordnung.

„Darüber hinaus muss vermehrt festgestellt werden, dass von Hunden erzeugte Verunreinigungen auf den Straßen und in den Anlagen in den Ortslagen, aber auch an und auf Wirtschaftswegen und bewirtschafteten Flächen, vom verantwortlichen Hundehalter nicht beseitigt werden“, heißt es in einer zu Wochenbeginn verbreiteten Pressemeldung der Gemeinde.

Dabei sei es eigentlich ganz einfach, den Kot seines „treuen Begleiters” zu beseitigen, ist das Ordnungsamt sicher: „Es bedarf dazu lediglich einer handelsüblichen Plastiktüte oder eines Hundekotbeutels aus dem Fachhandel – die Tüte einfach überstülpen, den Haufen aufnehmen und die Tüte verknoten. Der Transport zum nächsten öffentlichen Abfallbehälter oder zur eigenen Mülltonne dürfte einem verantwortungsbewussten Hundehalter kein Problem bereiten“, so die Verwaltung.

Zur Anzeige bringen

Auch solche Verunreinigungen, bei denen der verantwortliche Hundehalter eine unverzügliche Beseitigung unterlasse, würden bußgeldbewehrte Ordnungswidrigkeiten darstellen. Aufgrund dieser vielfältigen Beschwerden sehe die Gemeinde sich gezwungen, verstärkt Kontrollen über die Einhaltung der einschlägigen Vorschriften vorzunehmen.

Darüber hinaus haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, festgestellte Verstöße beim Ordnungsamt zur Anzeige zu bringen. Für Auskünfte und die Beantwortung von Fragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ordnungsamt unter Telefon 02473/607-121, -122, -123 oder 124 zur Verfügung.

„Deshalb wendet sich die Gemeinde auf diesem Wege an alle Hundehalterinnen und -halter mit der Bitte um entsprechende Rücksichtnahme. Lassen Sie Ihre Hunde weder innerorts noch auf landwirtschaftlichen Flächen frei herumlaufen. Entfernen Sie entstandenen Hundekot innerorts und auch in der freien Landschaft“, heißt es in dem Appell.

Denn in mit Landwirten geführten Gesprächen sei deutlich geworden, dass Verschmutzungen durch Hundekot ernsthafte Beeinträchtigungen bei der Bewirtschaftung der Wiesen, Weiden und Felder bedeuten, wie es abschließend heißt: „Hundekot verunreinigt das Futter des Weideviehs und somit auch die erzeugten Lebensmittel. Beim Mäh- und Erntevorgang kann Hundekot in das Futter vermischt werden.

Die Annahme, Hundekot sei gleich Kuhfladen, ist falsch - vielmehr stellen die im Kot von Fleischfressern enthaltenen Parasiten gefährliche Krankheitserreger dar. Die sich so ergebenden Beeinträchtigungen bis hinein in die menschliche Nahrungskette werden hierbei offensichtlich nicht bedacht.“

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