Änderung des Flächennutzungsplanes scheitert

Von: P. St.
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Vorerst gescheitert ist die beantragte Änderung des Flächennutzungsplanes zur Ausweisung eines Mischgebietes an der Roetgener Bundesstraße zwischen Willemslägerweg und Faulenbruchstraße. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Der Antrag zur 7. Änderung des Flächennutzungsplanes an der Bundesstraße 258 in Roetgen zwischen Faulenbruchstraße und Willemslägerweg ist gescheitert - vorerst gescheitert, muss es wohl besser heißen.

Denn allein die schicksalhafte Tatsache, dass bei der Beschlussfassung in der Gemeinderatssitzung zwei potenzielle Befürworter des Vorhabens aus den Reihen der CDU und UWG krankheitsbedingt abwesend waren, führte bei der Abstimmung zu Stimmengleichheit (12:12) und damit zur Ablehnung.

Erneuter Antrag zu erwarten

Die Verwaltung würde es allerdings nicht überraschen, wenn nun in Kürze der Antrag aus dem politischen Raum erneut auf den Tisch kommt.

Die Verwaltung selbst steht dem Vorhaben kritisch gegenüber, weil im genannten Bereich eine gemischte Baufläche für Wohnen und Gewerbe ausgewiesen werden soll. Das Gewerbe, erläutert Bauamtsleiter Dirk Meyer, dränge verständlicherweise an die Straße, aber Wohnen an der Bundesstraße sei generell ein Problem. Außerdem befinde man sich im Landschaftsschutzgebiet.

Die Planung habe „keinerlei Aussicht auf Erfolg” und koste die Gemeinde nur Geld, wies Klaus Onasch (SPD) das Vorhaben zurück. (Für die Planänderung hat die Verwaltung 6500 Euro einkalkuliert). Gudrun Messing (Grüne) sah durch eine Bebauung an dieser Stelle nicht nur Schäden für das Ortsbild, sondern auch, dass damit ein Frischluftkorridor für Roetgen geschlossen werde. Diese Gefahr sah auch Frank Knur (SPD), der auf eine Empfehlung des Städtetages zum Erhalt von Frischluftkorridoren verwies.

Albrecht Mauer (CDU) bedauerte, dass versucht werde, „die Möglichkeit der Weiterentwicklung im Keim zu ersticken”, und auch Fraktionskollege Stephan Speitkamp verwies darauf, dass Roetgen sich bei der Entwicklung von Gewerbeflächen gegenüber den Nachbarkommunen „im Rückstand” befinde. Ronald Borning (CDU) erinnerte an frühere Bemühungen des gesamten Rates, die Fläche als Mischgebiet auszuweisen.

Silvia Bourceau (UWG) sprach sich dafür aus, bei der Entwicklung von Gewerbeflächen „Parallelbetrachtungen” zu fahren, da sie inzwischen keine Chance mehr sehe, dass die Flächen gegenüber dem jetzigen Gewerbegebiet beplant werden könnten.

In der Tat ist es so, dass das Roetgener Gewerbegebiet ausgelastet ist und die Gemeinde ansiedlungswilligen Betrieben keine Grundstücke mehr anbieten kann, daher sah es Günther Severain (UWG) auch als wesentliches Ziel an, „dass eine Entwicklung stattfindet, egal ob gegenüber dem Gewerbegebiet oder in Richtung Fringshaus.” Durch eine solche Aktivität komme auf jeden Fall Bewegung in die Angelegenheit.

Gemeinsam ist den beiden Flächen an den Ortseingängen, dass die Gemeinde über kein Eigentum verfügt. Aus der Sicht von Dirk Meyer verspricht eine Beplanung der Flächen gegenüber dem jetzigen Gewerbegebiet mehr Chancen auf Umsetzung. Das Problem sei aber, dass im Haushalt der Gemeinde Roetgen keine Planungsmittel bereitstünden und für einen auswärtigen Investor das Gebiet zu klein sei.
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