Administrator statt neuer Pfarrer für die GdG Monschau

Von: P. St.
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Seit Anfang Februar ist Philipp Cuck, Leiter der GdG Schleiden-Hellenthal, vom Bistum auch als Pfarradministrator für die GdG Monschau eingesetzt worden. Foto: M. Hilgers

Monschau. Eigentlich hat Pfarrer Philipp Cuck (65) mit der seelsorgerischen Betreuung von 16 Pfarrgemeinden, davon zehn in der Gemeinde Hellenthal und sechs im Schleidener Stadtgebiet, ein ausreichend großes Betätigungsfeld. Doch trotz vollem Terminkalender kommt nun, wenn auch nur vorübergehend, ein weiteres umfangreiches Aufgabenfeld hinzu.

Seit Anfang Februar ist der Seelsorger aus dem Kreis Euskirchen, der auch Mitglied des Priesterrates beim Bistum Aachen ist, auch Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Monschau. Da nach dem Weggang des Monschauer Pfarrers Karl-Heinz Stoffels (47) noch kein Nachfolger in Sicht ist, wird Philipp Cuck nun als Pfarradministrator die Vakanzzeit überbrücken. Zunächst für sechs Monate soll der in seiner Heimat-GdG beliebte Seelsorger die Leitung der GdG Monschau „mit allen Rechten und Pflichten“ übernehmen, erklärte das Bistum Aachen laut Medienberichten.

Noch nicht offiziell informiert

In der GdG Monschau ist dazu bislang noch keine offizielle Information in den Pfarren erfolgt. Von Seiten des Bistums war lediglich zu vernehmen, dass man sich in Gesprächen mit den Gremien vor Ort befinde. Die Bestellung von Philipp Cuck als Pfarradministrator wurde auf Nachfrage bestätigt.

In der GdG Schleiden-Hellenthal sind knapp 15.000 Katholiken unter dem Dach der Kirche versammelt, in Monschau sind es gut 9200 Gläubige. Die zusätzliche Aufgabe funktioniere nur, erläutert Philipp Cuck, „weil die Gremien in der GdG Schleiden-Hellenthal so gut arbeiten.“

Zum aktuellen Sachstand, was die Nachfolge von Pfarrer Stoffels angeht, kündigte das Bistum für diese Woche noch eine Erklärung an. Die aktuelle Personalsituation im Bistum Aachen dürfte diese Aufgabe nicht einfach machen. Derzeit sind rund 220 Priester im Bistum Aachen tätig. Vor 30 Jahren waren es noch fast 600 Seelsorgers. Der Höhepunkt des Priestermangels ist aber erst in 10 bis 15 Jahren in Sicht; dann sollen nur noch 120 Pfarrer im Bistum Aachen hauptamtlich tätig sein. Aktuell werden gerade einmal zehn junge Männer am Priesterseminar in Aachen ausgebildet.

Pfarrer Karl-Heinz Stoffels hatte die GdG Monschau nach siebenjährigem Wirken am 4. Januar 2014 verlassen. Als Begründung hatte er angegeben, dass er wegen einer Fülle hinzugekommener Aufgaben seinen eigentlichen Aufgaben als Seelsorger nicht in dem vom ihm als erforderlich angesehenen Maße gerecht werden könne.

Nach fast 20 Jahren priesterlichen Dienstes nimmt Stoffels derzeit eine dreimonatige Auszeit in der Benediktinerabtei Münsterschwarzach in der Nähe von Würzburg, um hier eine Orientierung für seine weitere Zukunft zu finden. Der Seelsorger vertraut darauf, „dass sich in dieser Zeit sicherlich eine neue Perspektive für mein weiteres priesterliches Wirken eröffnen wird. Ich möchte wieder mehr Seelsorger sein.“

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