AC/DC-Tribute Band „Barock”: Begeistert von Konzen

Von: nap
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Die AC/DC Tribute Band „Barock” begeisterte am Samstagabend in Konzen über 1000 Zuhörer. Frontmann Grant Foster (li.) mit seiner Brian Johnson-Stimme sowie Leadgitarrist und Angus Young-Double Eugen Torscher mit seiner irren Bühnenshow waren schon alleine das Entrittsgeld wert.

Konzen. Am Ende explodierten riesige Böller neben der Bühne und krönten dsas musikalische Feuerwerk: Über 1000 Rockfans feierten am Samstagabend das Konzert der Gruppe „Barock”, der aktuell wohl besten europäischen AC/DC-Tribute-Band.

Bereits im Januar waren einige Mitglieder des Musikvereins „Eintracht” Konzen nach Soest gefahren, um sich ein „Barock”-Konzert anzuschauen. Die Delegation aus der Eifel war so vom AC/DC-Imitat begeistert, dass man beschloss, diese Band für das Jubiläumsfest des Vereins zu buchen.

Rund 150 fleißige Helfer

AC/DC-Klänge in Konzen - es war etwas ganz Besonderes, das sich die „Eintracht” für ihr Musikfest hatte einfallen lassen. Bereits zwei Wochen vor dem Konzert waren alle 1000 Karten verkauft.

Für eine Veranstaltung dieser Größenordnung waren viele Aufbauarbeiten und Sicherheitsmaßnahmen nötig. Rund 150 tatkräftige Helfer sorgten für Bühnenaufbau und das Aufstellen der Absperrgitter. Auch das Rote Kreuz und die Feuerwehr waren zur Stelle, und ein Security-Team sorgte für Ordnung.

Allerdings verlief der Abend äußerst ruhig - wohl auch, „weil das Durchschnittsalter des Publikums deutlich höher liegt als bei einem Beatball, wie Egon Kell vom Vorstand feststellte. Kein Wunder: AC/DC sind der pure RocknRoll der 70er und hatten ihre größte Zeit bis in die 80er-Jahre, ohne bis zum heutigen Tage Rost anzusetzen. Und so wippte am Samstagabend auch manch längst ergrauter Musikfreund zum schnörkellosen Australo-Rock.

Zunächst aber gehörte die Bühne der Vorband „Stressed out”. Die vier Rockmusiker aus Süddeutschland brachten mit ihrem bayerischen Akzent, Rocksongs von Blink182, den Ärzten und Green Day sowie Party-Klassikern wie „Narcotic” und „Rockin all over the world” sie die Zuschauer in Stimmung und verkürzten die Wartezeit auf den Haupt-Act des Abends.

Das Warten zog sich allerdings etwas hin: Der Flieger von Sänger Grant Foster, der in England lebt, war gestrichen worden. Nach langem Zittern schaffte es der Engländer dank einer Ersatzmaschine dann doch noch, ohne größere Verspätung in Konzen „einzufliegen”. Es ging schon gegen halb elf, als das Quintett endlich die Konzener Bühne betrat und großer Jubel ausbrach.

„Barock” wurde 1993 in Nürnberg gegründet. Nach anfangs mäßigem Erfolg traf Gründer und Leadgitarrist Eugen Torscher 1996 zum ersten Mal Angus Young. Der Gitarrist und „Vorturner” von AC/DC motivierte die Musiker weiterzumachen und sich ständig zu verbessern, aber auch an eigene Akzente zu denken. Das persönliche Kennenlernen und der damit verbundene Ansporn durch Angus sowie die ständige Verbesserung von Sound und Show brachten „Barock” in den Folgejahren an die Spitze der AC/DC Tribute-Bands.

Authentischer Sound

Und das zeigte die Truppe auch am Samstagabend: Der Sound der AC/DC Tribute-Band ist absolut authentisch, die Bühnenshow grandios. Mit seiner rauchigen Stimme und humorvoller Bühnenpräsenz zog der Frontmann die AC/DC-Liebhaber in seinen Bann. Die treibenden Rhythmen, die explosiven Soli und der Gesang begeisterten die Menge.

Lichteffekte und eine mitreißende Bühnenshow brachten die Zuschauer endgültig zum Toben, und so mancher begleitete auf der „Luftgitarre” den quirligen Eugen Torscher bei seinen zahllosen Soli. Der virtuose Leadgitarrist gab nicht nur musikalisch, sondern auch in seinem Schuluniform-Outfit das perfekte Double für AC/DC´s „Bad Boy” Angus Young ab. Und da durfte der obligatorische Bühnen-Strip zum „Bad Boy Boogie” nicht fehlen, an dessen Ende „Angus II” dem Publikum sogar kurz seinen Allerwertesten zeigte - was besonders dem weiblichen Publikum gefiel.

In erster Linie aber ließen „Barock” die Musik sprechen - mit AC/DC-Klassikern wie „Whole Lotta Rosie” aus der Bon Scott Ära, mit den Hits seit Brian Johnson (u.a. „Hells Bells”), aber auch mit Songs vom neuen Album „Black Ice”.

Natürlich war der letzte Song noch nicht das Ende des Programms - schließlich fehlten noch die Hymnen „TNT” und „Highway to hell” und kamen als Zugabe: Spätestens jetzt waren alle Hände in der Luft und es erklangen die Meilensteine der Rockgeschichte aus tausend Kehlen. Da war sogar Frontmann Grant Foster vom Eifeler Publikum begeistert: „Hey Monschau - you´ve got the Rock´n´Roll.”
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