Lammersdorf - Abschied von der traditionellen Bessemsbenger Sitzung

Abschied von der traditionellen Bessemsbenger Sitzung

Von: Karl-Heinz Hoffmann
Letzte Aktualisierung:
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Eine Sitzung ohne ihn ist im Laimischter Zelt nicht denkbar: Mit viel Temperament bringt Zeremonienmeister Jürgen Keus seit Jahren Garden, Büttenredner, Künstler und Mariechen sicher auf die Bühne – kommende Woche Samstag zum letzten Mal. Foto: Hoffmann

Lammersdorf. „Ringsitzung“ heißt es am 19. Januar im karnevalistischen Terminkalender in der Region, was schlicht und einfach bedeutet, dass die gebuchten Künstler an diesem Abend eine Auftrittsrundreise über Roetgen, Höfen, Kesternich und Lammersdorf vor sich haben. Das bedeutet Stress für alle Beteiligten und die Einhaltung eines genauen Zeitplanes. Auch die Karnevalsfreunde aus Lammersdorf sind bei dieser närrischen Rundreise dabei.

Ihre traditionelle Bessemsbenger-Sitzung (Beginn 20 Uhr) findet allerdings letztmalig statt. Stetig sinkende Besucherzahlen in den letzten Jahren haben den Verein nach langen Überlegungen zu diesem Entschluss veranlasst.

Während in früheren Jahren diese Sitzung der absolute Publikumsrenner war und der Prinzenproklamation vom Zuspruch deutlich den Rang ablief, änderte sich dies in der Folgezeit. Offensichtlich brachte es auch nichts, als man vor einigen Jahren die Kostümsitzung in Bessemsbenger-Sitzung umbenannte.

Der Negativtrend setzte sich fort, und die Besucherzahlen gingen (wie fast überall) weiter nach unten. Bei unter 200 zahlenden Gästen rechnete sich diese Veranstaltung für den Verein letztlich auch nicht mehr. Die Vielzahl der Veranstaltungen und sicher auch die finanzielle Situation beim Publikum dürften hierfür mit ein Grund gewesen sein.

Für die Tanzgruppen und Mariechen bedeutet dies ebenso eine schlechte Nachricht, wie für die „hauseigenen Kräfte“ mit ihren stets beliebten Darbietungen mit lokalem Bezug. Die Möglichkeit zur Präsentation wird für diese Gruppen in Zukunft wohl stark eingeschränkt sein. So werden die Laimischter in der nächsten Session mit der Prinzenproklamation nur noch eine große Sitzung haben, und für die Bessemsbenger-Sitzung schlägt am 19. Januar zum letzten Mal das Trömmelchen.

Zu diesem Anlass haben die Karnevalsfreunde nochmals ein unterhaltsames Programmpaket geschnürt. Hierzu gehört sicher das „Vingströschen“, bei dem es sich um Sabine Holzdeppe aus Bergisch-Gladbach handelt. Die Entertainerin stellt auf der Bühne die Rosi aus Köln-Vingst dar, die dort mit ihrem Freund Achmed und Pitbull Shakira lebt. Als typische Tussi und Wuchtbrumme verfügt sie über Herz und Schnüss und ist in der Kölner Karnevalsszene bestens bekannt.

Das trifft ohne Zweifel auch auf die Mundartband „Volljaas“ zu, die in der Region beheimatet ist. Der für Gesang und Gitarre zuständige „Wolle“ Wolfgang Naas ist beispielsweise nebenbei Vorsitzender der Schmedter Grieläächer, und Volljaas sollte auch mit Leichtigkeit das Lammersdorfer Zelt zum Brodeln bringen.

Zauberer mit viel Sprachwitz

Von auswärts reist dann die neunköpfige Band „Kuhl un de Gäng“ an, die eine Kombination von kölschen Texten mit moderner Soul- und Popmusik im Gepäck haben. Als Moderator und Zauberer mit viel Sprachwitz können sich die Gäste dann noch auf Charly Mann aus Düsseldorf freuen. Und natürlich werden sich auch die eigenen Kräfte der Bessemsbenger präsentieren. Alle Mariechen, Garden und die Showtanzgruppe „Dancefire“ sollten neben der Darbietung des Elferrates für beste Unterhaltung bei dieser letzten Bessemsbenger-Sitzung sorgen.

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