Simmerath/Eicherscheid - Abschied von der Hauptschule: Ein Hauch von Wehmut

Abschied von der Hauptschule: Ein Hauch von Wehmut

Von: ani
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Die letzten 21 Schüler der Gemeinschaftshauptschule Simmerath erhielten in der Tenne ihre Abschlusszeugnisse. Rund vierzig Prozent der Schüler haben eine Ausbildungsstelle und die anderen streben eine weitere schulische Qualifikation an. Foto: A. Hoffmann

Simmerath/Eicherscheid. „Der Weg ist das Ziel.“ Unter diesem Motto feierten 21 Schüler und Schülerinnen der Gemeinschaftshauptschule Simmerath (GHS) am Donnerstagabend in der Eicherscheider Tenne das Ende ihrer Schulzeit.

Zuvor hatten die Pfarrer Karl-Heinz Stoffels und Volker Böhm mit den Hauptschulabsolventen und deren Eltern in der Kirche einen ökumenischen Gottesdienst zelebriert. Bei der anschließenden Entlassfeier in der Tenne, war auch ein Hauch von Wehmut wahrzunehmen, da die Schüler der Klassen 10a und 10b die letzten Abschlussklassen der Simmerather Gemeinschaftshauptschule stellten. Bekanntlich wird in den dortigen Räumlichkeiten ab dem neuen Schuljahr die Sekundarschule ihre Pforten öffnen, und die Hauptschüler müssen sich auf den Weg nach Monschau machen.

„Der beste Jahrgang“

Somit stellte die Entlassfeier für Schulleiter Rolf Sieben auch die letzte offizielle Amtshandlung dar, was er auch in seiner Ansprache zum Ausdruck brachte. Im Zusammenhang mit der Auflösung der GHS in Simmerath meinte er: „Da hängt auch viel Herzblut dran.“ Über den grünen Klee lobte er die 21 Schüler der beiden Abschlussklassen, als er festhielt: „Für mich der beste Jahrgang, den wir je gehabt haben.“ Er machte die Schüler darauf aufmerksam, dass das „Leben kein Ponyhof sei“ und sie auf ihrem künftigen Weg immer wieder Steine finden werden, die es gilt, beiseite zu räumen.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns freute sich neben Schülern und Eltern, Pfarrer Volker Böhm, Gemeindereferent Sven Riemer, Altbürgermeister Hubert Breuer und viele Mitglieder des Fördervereins begrüßen zu können. Hermanns hob hervor, dass rund 40 Prozent der Schüler (8) eine Ausbildungsstelle haben und die anderen eine weitere schulische Qualifikation anstreben. „Heute ist die Zeit des Dankens“, stellte der Bürgermeister fest, „und ich bin überzeugt, dass sie alle eine gute berufliche Perspektive haben.“ Hermanns vergaß auch nicht Schülern und Kollegium für ihre Geduld und ihr Verständnis bei den Umbauarbeiten an ihrer Schule zu danken. Die Arbeiten am Schulgebäude für die Sekundarschule hätten sicher eine Belastung dargestellt. Als kleine Entschädigung hierfür hatte Karl-Heinz Hermanns 200 Euro der Gemeinde dabei, die zur Senkung der Ausgaben für die Entlassfeier in der Tenne gedacht waren.

Schülersprecherin Fabienne Jung sprach ihren Dank an alle Lehrer aus. „Wir sind durch Euch auch zu selbstbewussten Schülern geworden“, hieß ihre Botschaft an das gesamte Kollegium. Sie blicke zwar mit einem lachenden und weinenden Auge in die Zukunft, aber letztlich sei es ihr auch eine Ehre, die letzte Abschlussrede an der Gemeinschaftshauptschule Simmerath zu halten.

Klassenlehrerin Dörthe Schiffer-Söndgen hob in ihrer Rede den Optimismus hervor, den sich die Schüler behalten sollten und erinnerte an manches Anekdötchen aus dem Unterricht. Dort war beispielsweise als neues Menschenrecht, das Recht auf Gleichgültigkeit gefordert worden. Ihren Schülern wünschte sie für die Zukunft weiterhin Optimismus, alles Gute und hielt abschließend fest: „Ich trenne mich nur sehr ungern von Euch.“

Im Rahmen einer musikuntermalten Bildershow von Schulereignissen (Berlinfahrt und Mottowoche) und Schülern, erfolgte auf angenehm lockere Weise die Zeugnisübergabe auf der Bühne der Tenne. Und dann hieß es „Feuer frei“ beim Fototermin für die Eltern, die dieses Ereignis schließlich festhalten wollten.

Hiernach war dann auch der offizielle Teil beendet, so dass das Buffet eröffnet werden konnte, wonach man dann selbstverständlich den erfolgreichen Schulabschluss noch lange feierte.

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