Abschied vom Rursee: Die „St. Nikolaus“ fährt nach Österreich

Von: Jessica Küppers
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Lebewohl, St. Nikolaus! Das alte Passagierschiff wurde nach Österreich verkauft. Obersee und Nationalpark Eifel sind Vergangenheit.

Rurberg/Schwammenauel. Das gute, alte Passagierschiff „St. Nikolaus“ muss seine Heimat, den Obersee, verlassen und wird in Kürze auf dem österreichischen Traunsee unterwegs sein. Am Montag, 13. Oktober, wird sie gegen 14 Uhr in Rurberg an der Anlegestelle am Paulushofdamm aus dem Wasser gehoben und dann nach Österreich gebracht.

„Der Abschied fällt schon ein bisschen schwer“, gibt Waltraud Heuken, Geschäftsführerin der Rurseeschifffahrt, zu. Die „St. Nikolaus“ sei ein schönes, altes Schiff. Mit 19,90 Meter Länge und 4,50 Meter Breite ist sie das kleinste Boot der Flotte gewesen. Insgesamt 176 Personen finden auf dem Passagierschiff Platz, das 1960 gebaut wurde.

53 Jahre lang hat die „St. Nikolaus“ Eifeltouristen und Anwohner vom Heimathafen Einruhr aus sicher über den Obersee befördert. Bis zu ihrem Verkauf ist sie auch zeitweise noch im Dienst für die Rurseeschifffahrt gewesen. Der Nachfolger des beliebten Passagierschiffes ist das neue Oberseeflaggschiff „Seensucht“, das in diesem Jahr in Betrieb genommen wurde und mehr Platz und Komfort bietet. Im Laufe des Jahres hatten bereits mehrere Kaufinteressenten die „St. Nikolaus“ in Augenschein genommen.

Im 806 Kilometer entfernten Traunsee muss sich die „St. Nikolaus“ nun mit Raddampfer „Gisela“ anfreunden und wird die Passagierflotte der Schifffahrt Loidl verstärken - ein kleines Familienunternehmen mit 100-jähriger Tradition.

Der Bergsee liegt im Norden Österreichs unweit von Salzburg nahe der Kurstadt Gmunden. Er ist mit 191 Metern der tiefste des Landes, circa 12 Kilometer lang und drei Kilometer breit.

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