Abschied für 100 Jahre Roetgener Ratsarbeit

Von: heg
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Bürgermeister Manfred Eis (li.) verabschiedete die zum Ende der Wahlperiode aus dem Rat geschiedenen Mitglieder Fritz Ehrig, Andrea Barkey, Stamos Papas und Jürgen Kouhl. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Die Kommunalwahlen am 30. August haben auch im Roetgener Gemeinderat zu einigen Veränderungen geführt. Einige Mitglieder sind ausgeschieden, teils, weil sie sich aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl gestellt haben, teils, weil sie sich dem Votum des Wählers beugen mussten.

Insgesamt elf Volksvertreter und Vertreterinnen, die dem letzten Rat von 2004 bis 2009 angehört hatten, wurden jetzt von Bürgermeister Manfred Eis verabschiedet. Einige waren schon während der Wahlperiode ausgeschieden, andere waren als „Nachrücker” ebenfalls nur kurz Mitglied des Gemeinderates.

Aber mit dem SPD-Urgestein Herbert Lichterfeld (Ratsmitglied seit 1975), Silke Jüttner (Grüne, Ratsmitglied seit 1997) sowie Helga Schüttler und Jürgen Kouhl (CDU, Ratsmitglieder seit 1999) sind auch einige Kommunalpolitiker und Kommunalpolitikerinnen nicht mehr im Rat vertreten, die viele Jahre lang die politischen Geschicke der Gemeinde mitbestimmt haben.

Fritz Ehrig (CDU), der seit dem Jahr 2000 im Rat gesessen hat, war erster stellvertretender Bürgermeister. Während der kompletten Legislaturperiode seit 2004 gehörte Andrea Barkey (CDU) dem Rat an, Nachrücker waren 2007 Claudia Ellenbeck (Grüne) und Stamos Papas (SPD) sowie für wenige Monate Dirk Cormann (CDU) als Vertreter für das im März 2009 verstorbene langjährige Ratsmitglied Peter Pricken. Dagmar Liehr (Grüne) gehörte dem Rat von 2004 bis 2007 an.

Insgesamt, so hatte der Bürgermeister ausgerechnet, bringen es die nun Verabschiedeten zusammengerechnet auf über ein Jahrhundert ehrenamtliches Engagement und kommunalpolitische Erfahrung. In einer kleinen Feierstunde würdigte er die Verdienste, die sich alle um die Gemeinde erworben haben. „Auf ihren vollen Einsatz und ihre große Loyalität war immer Verlass”, betonte er bei der Verabschiedung in den „gemeinderätlichen Ruhestand”.

Alle hätten den Auftrag ihrer Wähler ernst genommen, und das Wohl der Gemeinde sei immer Richtschnur ihres Handelns gewesen, blickte Eis auf die gemeinsamen Jahre zurück. Man sei nicht immer einer Meinung gewesen, aber gerade im sachlichen Abwägen des Für und Wider und auf der Suche nach einem vertretbaren Kompromiss seien alle immer um einen Ausgleich der Interessen bemüht gewesen und hätten so manches Hindernis aus dem Weg geräumt. „Es geht eine gute Zusammenarbeit zu Ende”, stellte der Verwaltungschef fest und bedankte sich dafür mit einem Buch und einem guten Tropfen für die ruhigeren Zeiten, die die „Ehemaligen” nun genießen können.

Das tun sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wie Fritz Ehrig bekannte. Dass er nun keine Verantwortung mehr trage, vermisse er nicht, wohl aber die angenehmen Pflichten in seinem Amt als stellvertretender Bürgermeister, die ihm viele Kontakte zur Bevölkerung gebracht haben, insbesondere zu älteren Menschen, die er zu ihren Geburtstagen besuchen durfte.
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