Abschied als ein Symbol für Veränderung

Von: ess
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Blumen zum Abschied und zur Begrüßung (von links): Ulrike Lange-Wiemers (Strukturabteilung der Gemeinde), Margarethe und Guido Haas, Simmeraths Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns, Iris und Horst Breuer, Günter Kaulen (Strukturabteilung der Gemeinde).

Woffelsbach. Das zeitliche Zusammentreffen war wohl eher zufällig, und dennoch steht der Abschied von Margarethe und Guido Haas vom Gemeindecampingplatz Woffelsbach symbolisch für Veränderungen im Ort. Denn Woffelsbach soll eine „neue Mitte” erhalten, im Dorf durchaus ein Reizthema.

Ein Vorhaben, das nicht von allen Bewohnern des Ortes so positiv gesehen wird wie Simmeraths Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns die geplanten Neuerungen bewertet.

Hermanns war gemeinsam mit Günter Kaulen und Ulrike Lange-Wiemers von der Strukturabteilung der Verwaltung nach Woffelsbach gekommen, um die Eheleute Haas nach exakt 23 Jahren als Campingsplatzpächter zu verabschieden.

„Aushängeschild”

Hermanns sparte dabei nicht mit Lob. Vorbildlich hätten Margarethe und Guido Haas den Platz gepflegt und den Gästen eine Heimat gegeben. Der Campingplatz sei zu einem wichtigen „Aushängeschild” der Gemeinde für den Tourismus geworden, und das lange Zeit bevor die Gemeinde sich im Tourismusbereich stärker engagiert habe: „Wir haben im Rathaus nur wenig vom Campingplatz Woffelsbach gehört, aber wenn, dann war es ausnahmslos positiv.”

In den 23 Jahren haben die Eheleute Haas jährlich rund 50 Dauercamper betreut und insgesamt etwa 25.000 Durchgangscamper aufgenommen, hatte sich Karl-Heinz Hermanns in der Statistik schlau gemacht.

Zunächst für ein Jahr haben seit 1. April Iris und Horst Breuer den Campingplatz der Gemeinde gepachtet. Sie wurden von den Vertretern der Gemeinde mit den besten Wünschen bedacht.

Die begrenzte Pachtdauer begründete Beigeordneter Hermanns mit den geplanten Veränderungen für die „neue Mitte”, die auch den Campingplatz berühren werden.

Weil man nicht wisse, wie die Lage am 31. März 2010 sei, habe man den Pachtvertrag zunächst befristet.

Jugenddorf geplant

Was im Ort in welchem Umfang verändert werde, hänge von der Höhe der Zuschüsse des Landes und der Europäischen Union ab. Hermanns: „Wir hoffen auf eine Mittelzusage im Juni. Dann sehen wir weiter.” Auf dem Gemeindecampingplatz soll auch künftig Raum für Dauercamper sein, obwohl deren Anzahl reduziert werden wird. Hinzu kommt als neuer Bereich ein Jugenddorf mit einem Gemeinschaftshaus und vier Unterkünften für je acht Personen.

Willkommen sind dort alle jungen Leute, die die Eifel kennenlernen und die vielfältigen Wassersportangebote auf dem Rursee nutzen wollen.

Weil Woffelsbach ein „touristisch aufstrebender Ort” sei, werde man, so Hermanns, auch das drängende Parkplatzproblem in unmittelbarer Nähe des Gemeindecampingplatzes lösen.
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