Abiturjahrgang: Wiedersehen nach 50 Jahren

Von: aj
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Erinnerung an alte Zeiten: Die Abiturienten des Doppeljahrgangs 1966 des St.-Michael-Gymnasiums Monschau drücken noch einmal die Schulbank und hören Schulleiter Dr. Bernd Gotzen zu. Foto: Aline Jansen

Monschau. Ungewöhnlich viele Autos stehen auf dem Schulhof des St.-Michael-Gymnasiums Monschau (MGM). Davor eine kleine Gruppe von Leuten, die sich angeregt unterhält. Ab und zu kommt ein weiterer Pkw dazu, und wenn der Fahrer aussteigt und auf die Gruppe zuläuft, beginnt das große Raten. „Wer ist das?“, murmeln sie, bis schließlich einem von ihnen der Name einfällt und der Neuankömmling mit großem „Hallo“ herzlich begrüßt wird.

Kein Wunder, dass sich die Frauen und Männer nicht alle gleich auf den ersten Blick wiedererkannten, denn sie hatten sich teilweise seit 50 Jahren nicht mehr gesehen. Doch nun kamen sie an ihrer alten Schule wieder zusammen: die ehemaligen Abiturienten des Doppeljahrgangs 1966.

Als die Gruppe fast vollständig war, eilte Schulleiter Dr. Bernd Gotzen herbei, um die ehemaligen Schüler zu begrüßen. Anschließend ging es in die Mensa zu einem Sektempfang – und zwar nicht auf kürzestem Wege durch den neuen Seiteneingang: „Wir möchten den Haupteingang benutzen, wie früher“, lautete der Wunsch. Also machte sich die Gruppe auf den Weg vorbei am kleinen Kiosk des Hausmeisters, der dort schon vor 50 Jahren Kakao verkaufte, und in die Mensa, die damals noch der Kunstsaal war.

Viel hat sich verändert

Gotzen freute sich sehr, dass einige der ehemaligen Abiturienten den Weg zum MGM nach so vielen Jahren gefunden hatten: „Ich denke, das ist ein gutes Zeichen für unsere Schule. So schlimm kann die Zeit hier also nicht gewesen sein.“ Anschließend lud er zu einer Führung durch die Schule ein, denn dort hat sich in den letzten Jahren viel verändert.

Mit heute knapp 800 Schülern und etwa 70 Lehrern sind nicht nur diese Zahlen stark angestiegen, auch das Gebäude hat sich durch die Anbauten 1969 und 2001 vergrößert. Es ging in den Trakt, wo Schuldirektion und Verwaltung sitzen und der normalerweise für Schüler tabu ist. Interessiert betrachtete man die Bilder, die von Schülern gemalt wurden, und die Fotografien, die überall in der Schule hängen. „Zu unserer Zeit waren die Wände kahler“, war man sich einig. Nachdem man einen Blick in die Aula geworfen hatte, führte der Weg in die Sporthalle.

In diesen Räumen hate sich nicht sonderlich viel verändert. Doch das ehemalige Schwimmbecken sieht heute ganz anders aus: „Hier ist einer unserer Klausurräume. Das alte Becken existiert aber unter dem Fußboden noch“, erklärte der Schulleiter. Das weckte Erinnerungen. Geschichten über den Sprung ins Schwimmbecken, aus dem der Hausmeister das Wasser abgelassen hatte, oder über eine selbst angebrachte Klingel im Klassenzimmer, um den Religionslehrer zu ärgern, machten die Runde. Danach besichtigte man die Musiksäle, bevor es in die Gebäude ging, die vor 50 Jahren noch nicht existierten.

Über das Selbstlernzentrum staunte die Gruppe, immerhin verlief zu ihrer Zeit dort noch eine Straße. Auf dem Weg zur letzten Station machte Gotzen noch einen Zwischenstopp am Raum der Schülervertretung, wo auch die Schülerzeitung „MaGnuM“ entsteht. Dann lernten die Ehemaligen noch den modernen Chemiesaal mit Labor kennen.

Zum Abschluss fuhr man nach Monschau ins Carat-Hotel, wo sich noch lange an die alten Zeiten erinnert wurde.

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