Abfallgebühren in Roetgen steigen leicht

Von: heg
Letzte Aktualisierung:

Roetgen. Für Müllabfuhrgebühren müssen die Roetgener Bürger im nächsten Jahr einige Euro mehr bezahlen. Grund dafür sind der rapide Verfall der Altpapierpreise und ein Anstieg der zu entsorgenden Abfallmenge um ca. 70 Tonnen.

Die durchschnittliche Erhöhung von rund 5,4 Prozent ist jedoch moderat im Vergleich zu einem rund 27-prozentigen Rückgang seit dem 1. Januar 2007. Deshalb gab es in der Sitzung des Gemeinderates auch keine Einwände gegen die zuvor vom Hauptausschuss beratenen Gebührensätze.

Lediglich die neu eingeführte „Tonnentauschgebühr” von 15 Euro stieß bei den Grünen auf Widerspruch. Bürgermeister Manfred Eis begründete dies mit dem hohen Verwaltungsaufwand.

In 2010 gelten bei zweiwöchentlicher Leerung folgende Jahresgebühren, in Klammern die Vergleichszahlen von 2009.: 60-Liter-Tonne 162,84 Euro (154,44 Euro); 80-Liter-Tonne 217,08 Euro (205,92 Euro); 120- Liter-Tonne 325,68 Euro (308,88 Euro); 240-Liter-Tonne 651,36 Euro (617,76 Euro).

Bei vierwöchentlicher Leerung sind für die 60-Liter-Tonne 81,36 Euro (77,16 Euro) und für die 80-Liter-Tonne 108,60 Euro (102,96 Euro) zu entrichten. Der 1100-Liter-Container kostet bei zweiwöchentlicher Leerung 2831,16 Euro (3056,16 Euro), vierwöchentlich 1415,52 (1528,08 Euro). Eine wöchentliche Leerung wird nicht mehr angeboten.

Neu ist ein 770-Liter-Gefäß, das wahlweise zweiwöchentlich (2089,68 Euro) oder vierwöchentlich (1044,84 Euro) geleert werden kann. Ein Restmüllsack kostet künftig sieben statt bisher sechs Euro. Der Kauf einer zusätzlichen Abrufkarte für Sperrmüll schlägt mit 19 Euro zu Buche.

Von den 3581 Abfallbehältern entfallen mit 2050 die meisten auf die 60-l-Tonnen, davon werden 1346 alle zwei Wochen geleert. Von den 1484 Besitzern einer 80-l-Tonne haben sich 1321 für die vierwöchentliche Leerung entschieden.

Vom Rat „abgesegnet” wurden entsprechend der Empfehlung der Fachausschüsse auch die Gebühren für Straßenreinigung, Kanalbenutzung und Entsorgung von Kleinkläranlagen, ebenso die Neukalkulation des Kanalanschlussbeitrags aufgrund der Einführung der getrennten Abwassergebühr.

Der Beschluss zur Höhe der Kanalnutzungsgebühren wurde allerdings von der CDU-Fraktion nicht mitgetragen, da diese eine Anrechnung des Landeszuschusses auf die zuvor kalkulierte Gebühr verlangt hatte. Bürgermeister Eis machte jedoch klar, dass diese Gebühr eine politische war und sich der Zuschuss nur auf die tatsächliche Gebühr beziehen könne.

Darin sah auch die UWG „eine faire Lösung”, und die SPD befürchtete, dass der Zuschuss „ein einmaliges Wahlgeschenk” sein werde. Daher solle man lieber die Gebühren stabil halten statt sie nach Senkung im nächsten Jahr wieder erhöhen zu müssen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert