Abenteuer für 200 Gäste der Jugendherberge

Von: M. S.
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Die Großübung mehrerer Wehren aus der Gemeinde Simmerath auf dem Gelände der Rurberger Jugendherberge fand unter äußerst realistischen Bedingungen statt. Foto: Manfred Schmitz

Rurberg. Bei Schweißarbeiten sind in einem Gebäude, in dem sich Privatpersonen und Firmenmitarbeiter aufhalten, bricht ein Feuer aus. Es kommt zu einer schweren Verpuffung, die Rauchentwicklung ist enorm. Mehreren Verletzten ist jeder Fluchtweg nach draußen abgeschnitten, kein Retter vermag zu ihnen vorzudringen.

Zum Glück gibt es die Notrufnummer 112, ein Alarm wird ausgelöst, die Einsatzkräfte der Feuerwehr rücken mit hilfsbereiter Kompetenz, Aggregaten, Blaulicht und Martinshorn an. Sie fahren eine Drehleiter aus, um die Bedrohten aus Lebensgefahr zu befreien und aus dem dritten Stockwerk sicher zur Erde zu bringen:

Diese schwierige Ausgangssituation stellte sich den Löschgruppen Rurberg, Woffelsbach, Kesternich und Simmerath, die jetzt zu einer gemeinsamen Großübung ausrückten.

Sie wurden in bewährter Partnerschaft von DRK-Teams, einer RUD-Gruppe (Realistische Unfalldarstellung) und THW-Fachberatern unterstützt. Die Bedingungen hätten lebensnäher nicht sein können. Schauplatz der simulierten Katastrophe waren die Rurberger Jugendherberge und deren Außengelände.

Herbergsvater Thomas Kralik hatte sein Haus voll belegt. Rund 200 Gäste und das Personal mussten also ohne Anflug von Panik evakuiert werden. Da musste jeder Handgriff sitzen.

75 Wehrleute bildeten ein Großaufgebot an versierten Kräften; ihnen standen zehn Einsatzfahrzeuge - vom Löschzug, über den Mannschaftstransporter, bis zum Material- und Nachschubwagen - zur Verfügung.

Die Organisation des minutiös ablaufenden Geschehens aus Brandbekämpfung, Bergung und Vorbeugung lag bei Timo Hamel. „Sinn unserer Aktion ist es, die Wehren aus dem Rurtal mit ihren Kameraden aus den Höhenorten zu einer harmonischen Truppe zu vereinen; beide finden schließlich bei Erfüllung ihrer Missionen recht unterschiedliche topographische und bauliche Gegebenheiten vor.”

Volker Stollenwerk, Kesternicher Löschgruppenführer, wertete das erfolgreiche Zusammenwirken von Mensch, Logistik und Technik in dieser Dimension als „äußerst intensiv, eine oder zwei Wehren allein könnten einen Ernstfall wie den angenommenen niemals bewältigen.”

Da Petrus es gut mit den gemeinnützig agierenden Helfern meinte und sie mit seinem Quantum Wasser verschonte, konnte auch eine durchweg positive Manöverkritik aller Beteiligten auf der Herbergsterrasse abgehalten werden.
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