„Aba Don Youth Foundation“: Von der Eifel aus Ghana helfen

Von: mon
Letzte Aktualisierung:
14961239.jpg
Wollen jungen Menschen in Ghana konkret helfen: die Initiatoren der geplanten Vereinsgründung Erich Horst (M.) und Kwesi Blessed (r.), unterstützt von Hezekile Donkor Adjei, Flüchtling aus Ghana. Foto: V. Monterey

Monschau. „Wir brauchen Ziele, um die Menschen vor Ort von Korruption und gefährlicher Flucht nach Europa abzuhalten“, so Erich Horst aus Kalterherberg, der sich im Rentenalter stark für Flüchtlinge engagiert.

Gemeinsam mit dem Ghanaer Kwesi Blessed möchte er anknüpfend an die seit 2014 bestehende „Aba Don Youth Foundation“ (ADYF) in Ghana nun auch hier in Monschau einen Verein gründen, um dort den Bewohnern das Leben lebenswert zu machen. Ghana ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, und dort, rund 200 Kilometer von der Hauptstadt Accra entfernt, liegt der Ort Ampenyi, bekannt durch das nahe gelegene Weltkulturerbe „Fort Elmina“ am Golf von Guinea.

Unterstützer willkommen

Mit der Gründung eines gemeinnützigen Vereins im Herbst dieses Jahres könnte die Arbeit von Kwesi Blessed unterstützt und erweitert werden. Dafür werden Freunde und Förderer gebraucht. Der Metallbauer und Musiker (Künstlername: Bornblack), längst deutscher Staatsbürger, kam 1982 nach Deutschland und lebte hier bis 2011. Dann ging er nach Ghana zurück und begann das Projekt mit dem Erwerb eines Grundstückes und eines großen Hauses. Er richtete für die Menschen eine Werkstatt und eine Schule ein. Die Erfahrung, wie sehr die Menschen, insbesondere Kinder, von der Armut gebeutelt sind, beschäftigt ihn sehr.

Im Namen des Vereins ist er seit 2016 wieder in Deutschland. Im Café International in Imgenbroich lernte er den ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden Erich Horst, der einst Maschinenbau gelernt hat und seit vielen Jahren Afrika bereist, kennen, und die beiden legten das Fundament für eine weitere Vereinsgründung, die das Projekt in Ghana unterstützen soll.

Längst stehen das Konzept, Website, Satzung, Kontakte und Partner. Ziel ist es, die schulische und berufliche Bildung bis zu einer eigenen Existenz zu fördern, politische Bildung, Freizeitgestaltung und sozialen Umgang miteinander zu unterstützen und „der Flüchtlingsindustrie Einhalt zu gebieten“, so die Initiatoren, die tausende von Toten und traumatisierte Überlebende zusammen mit abgeschobenen Geflüchteten, „insbesondere in Libyen“ zur Folge habe.

Im Herbst brechen die beiden mit einer langen „To-do-Liste“ auf. Das Haus soll als Unterkunft für Volontäre und Freiwillige erweitert und renoviert werden. Weitere Gebäude für jeweils eine Metall-, Holz- und Sattlerwerkstatt sollen gebaut und eingerichtet werden. Auch die Schule, die bisher unter freiem Himmel stattfindet, soll hier einen festen Platz bekommen, abgerundet mit Sport-, Musik und Kunstunterricht für Kinder und Jugendliche.

„Wir hoffen, dass wir in zwei Jahren starten können“, so die beiden. Den Menschen vor Ort soll die Möglichkeit gegeben werden, ein Handwerk zu erlernen, von der Kundenwerbung bis zur vollendeten Auftragsabwicklung, so dass sie befähigt sind, selbstständig zu arbeiten. „Und um den Wunsch aus den Köpfen bekommen, nach Europa zu gehen“, wünscht sich Kwesi Blessed. „Viele, die hier traumatisiert ankommen, bestätigen heute, dass sie das niemals wieder tun würden.“ Ein großer Dank geht unter anderem an den Schalke-04-Fanclub, der das Projekt mit einem renovierten Kinderbagger unterstützt, der bei Veranstaltungen vermietet wird, wobei die Hälfte der Einnahmen an den Verein gehen.

Weitere Informationen, auch zur Mitarbeit bei Hilfstransporten oder in der Organisation, im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres, als Volontär, Rentner, Sabbatical oder Webdesigner sowie zu Spenden und Sachspenden gibt es im Internet unter: www.aba-don-youth-foundation.org.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert