Ab Sommer endlich schnelles Internet

Von: heg
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Bürgermeister Manfred Eis und Timothy Frings vom Bauamt gaben gemeinsam mit den Telekom-Mitarbeitern Willi Bergs und Gregor Theißen den Startschuss für die Glasfaserverkabelung, die Rott an die schnelle Datenautobahn anbindet. Foto: Helga Giesen

Rott. Lange haben die Rotter Bürger dafür gekämpft und sogar eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen, jetzt ist es endlich soweit: Ab Sommer können über 700 Haushalte das schnelle Internet nutzen.

Mit dem ersten Spatenstich legten jetzt Vertreter der Gemeinde Roetgen und der Telekom den Grundstein für eine Breitbandversorgung des Ortes.

„Es tut sich einiges”, freute sich Bürgermeister Manfred Eis beim Ortstermin in der Roetgener Straße. Ein unscheinbarer grauer Kasten, rund 30.000 Euro teuer, dient hier als Knotenpunkt, an dem das DSL-Signal vom neu verlegten Glasfaserkabel in die vorhandenen Kupferkabel eingeleitet wird. Insgesamt vier solcher „näheren Knotenpunkte” müssen eingerichtet werden, um eine Versorgung mit bis zu 16.000 Kilobit pro Sekunde zu erreichen.

Nachdem im vergangenen Jahr ein Kooperationsvertrag mit der Telekom unter Dach und Fach gebracht werden konnte, habe die Gemeinde Vorarbeiten geleistet und 52.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II in die Infrastrukturmaßnahme gesteckt, berichtete der Verwaltungschef.

Herkömmliche Telefonleitungen dämpfen das DSL-Signal Meter um Meter, Kupferleitungen spielen ab einer Entfernung von ca. fünf Kilometern gar nicht mehr mit, erläutern Willi Bergs, bei der Telekom zuständig für Produktion und technische Infrastruktur, und sein Kollege Gregor Theißen, NRW-Ansprechpartner für Breitbandausbau, die aufwändige Maßnahme, die den Rotter Bürgern einen schnellen Anschluss an das weltweite Netz bringen soll.

Rund zehn Kilometer Glasfaserkabel müssen vom Knotenpunkt Wintergrünstraße in Roetgen in Richtung Rott verlegt werden. Im Bereich Münsterwald entlang der B 258 können vorhandene Leerrohre genutzt werden. Zwischen Relais Königsberg und Rott sind jedoch ca. drei Kilometer Tiefbaumaßnahmen nötig, um das Kabel in die Erde zu bringen.

DSL-Anschlüsse seien ein wichtiges Infrastrukturthema und werden in Zukunft vom Bürger so selbstverständlich erwartet wie Wasser- und Stromanschluss, betonten die Vertreter der Telekom und freuten sich, dass in Zusammenarbeit der Gemeinde ein Weg gefunden werden konnte, den für das Unternehmen aufgrund der geringen Anschlusszahlen nicht wirtschaftlichen Ausbau zu realisieren.

Fortgang wetterabhängig

Wie schnell die Arbeiten in den nächsten Wochen fortschreiten, hängt auch vom Wetter ab, denn Glasfaserkabel können nur bei einer Temperatur von mehr als 5¡ C verarbeitet werden. Die Telekom ist aber zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden kann.

Auf einem Info-Abend im Saal Hütten sollen die Bürger rechtzeitig erfahren, wie sie die neue schnelle Datenautobahn nutzen können.
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