Aachen - Aachener Bombenbastler wegen geplanten Anschlags vor Gericht

Aachener Bombenbastler wegen geplanten Anschlags vor Gericht

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Vor dem Aachener Landgericht beginnt am Freitagmorgen der Prozess gegen zwei junge Männer aus der rechtsextremistischen „Kameradschaft Aachener Land” wegen der Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags in Berlin.

Die beiden 20 und 25 Jahre alten Angeklagten hatten nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Sprengkörper aus pyrotechnischen Gegenständen und Glasscherben gebaut, die bei einer Zündung auch Menschen hätten verletzen können.

Die Sprengkörper sollten am 1. Mai vergangenen Jahres am Prenzlauer Berg in Berlin bei einer Demonstration der rechten Szene gegen Polizisten und Gegendemonstranten eingesetzt werden. Durch eine Polizeikontrolle konnte der Anschlag verhindert werden.

Die Staatsanwaltschaft Aachen hatte Ende November Anklage gegen die beiden jungen Männer erhoben. Für den Prozess am Landgericht sind sechs Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil wird Ende Februar gerechnet.

Vor Gericht müssen sich die beiden Männer auch wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Die aus Aachen stammenden Männer waren bis zu ihrer Festnahme im September dieses Jahres nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mitglieder der „Kameradschaft Aachener Land”.

Sollten die beiden Männer verurteilt werden, droht ihnen eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Zudem muss das Gericht prüfen, ob es den jüngeren Angeschuldigten nach Jugendstrafrecht verurteilt.
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