70 Jahre Alemannia: Edgar Cremers Welt ist schwarz-gelb

Von: ag
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„Einmal Alemanne – immer Alemanne“: Edgar Cremer aus Roetgen ist schon seit 70 Jahren Mitglied. Foto: A. Gabbert

Roetgen. Wofür das Herz von Dr. Edgar Cremer aus Roetgen schlägt, ist leicht zu erraten, wenn man den Blick durch seine Wohnung schweifen lässt. Auf dem Tisch liegt der „Kicker“, an den Wänden hängen Fotos, die ihn mit bekannten Fußballern zeigen, Pokale, alte Wimpel und Urkunden zeugen von seiner Leidenschaft – dem Fußball.

Mittendrin hängt die jüngste Urkunde, die ihm jetzt für 70 Jahre Mitgliedschaft bei Alemannia Aachen verliehen wurde. Cremers Welt dreht sich um diesen Verein, sogar die Blumen im Wohnzimmer sind schwarz-gelb. „Das ist aber Zufall“, sagt der 83-Jährige.

Seit 1938, als er das erste Mal auf den Schultern seines Vaters ein Spiel der Alemannia verfolgte, hat ihn die Begeisterung nicht mehr los gelassen. „Das war im Januar und wir spielten gegen Sülz 07, den heutigen 1. FC Köln, um die Tabellenführung in der Gau-Liga-Mittelrhein“, erinnert sich Cremer noch genau. Später war es sein Schuldirektor am Monschauer Gymnasium, Josef Emonds, der seine Begeisterung sah und ihn einfach bei der Alemannia anmeldete.

Cremers besondere Sympathie gilt der 2. Mannschaft. Mehr als 1200 Spiele hat er live gesehen. „Ich weiß gar nicht mehr, wo wir überall gespielt haben“, sagt er. Heute noch fährt er zu jedem Spiel „seiner“ Mannschaft und hält engen Kontakt zu dem Team. In seinem Wohnzimmer hängen zahlreiche Bilder, die ihn mit der Mannschaft zeigen.

Nach seiner frühen Pensionierung als Lehrer am Gymnasium in Jülich, holte Dieter Kettenhoven ihn als Betreuer zu der 2. Mannschaft. Cremer hatte Trainerscheine absolviert, war 1955 Deutscher Hochschulmeister mit der Uni Köln geworden und hatte 20 Jahre lang die Schulmannschaft des Gymnasiums in Zülpich trainiert.

„Einmal Alemanne – immer Alemanne“, sagt Cremer, für den ein anderer Verein nie in Frage gekommen wäre. Immer hat sich sein Leben um den Fußball gedreht. „Vielleicht ein wenig zu viel, manch anderes ist dafür auf der Strecke geblieben. Bereut habe ich es aber nie“, sagt Cremer rückblickend. Einen Wunsch hat der 83-Jährige noch: „Noch einmal einen Aufstieg miterleben zu dürfen.“

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