Konzen - 654 Lebensjahre an einem Kaffeetisch in Konzen

654 Lebensjahre an einem Kaffeetisch in Konzen

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Der Heimatverein Konzen lud zum 20. Mal ein und sieben Senioren „über 90“ konnten beim Treff dabei sein. Foto: Manfred Huppertz

Konzen. Der Heimatverein Konzen hatte kürzlich wieder zu seinem traditionellen Treff der über 90-Jährigen in die Gaststätte „Achim und Elke“ eingeladen. Das Treffen fand bereits zum 20. Mal statt, und es waren 19 Bürger aus Konzen eingeladen, die über 90 Jahre alt waren. Sieben Senioren konnten dieser Einladung folgen, so dass schließlich 654 Lebensjahre am Kaffeetisch saßen.

Vorsitzender Manfred Huppertz begrüßte die vier Damen und drei Herren, wobei er herausstellte, dass dieser Club offensichtlich keine Nachwuchssorgen habe, weil es immer mehr Leute schaffen, dieses biblische Alter zu erreichen.

Bei guter Bewirtung erzählte man sich dann über die alten Zeiten, die gar nicht so gut waren, wie oft behauptet wird. Man erinnerte sich an die schwere tägliche Arbeit insbesondere in der Landwirtschaft. An Urlaub konnte keiner denken, weil zuerst der landwirtschaftliche Nebenerwerb geleistet werden musste. Benno Bräutigam erzählte, wie er zusammen mit Robert Frings die Aufnahmeprüfung beim Gymnasium in Monschau gemacht habe. Der Lehrer habe gefragt, wo die Sonne am Mittag steht, und man habe geantwortet: „Am Himmel“. Die Prüfung war damit bestanden!

Einig waren sich alle, dass man sich glücklich schätzen könne, in der heutigen Zeit leben zu dürfen, weil es auf diesem Flecken Erde noch nie eine so lange Friedens- und Wohlstandszeit gegeben habe. Wenn heute Unzufriedenheit herrsche, dann auf einem hohen Niveau.

Bilder von alten Häusern und markanten Konzener Persönlichkeiten, wie „de Koh“ oder „Marxe Len“, erfrischten die Erinnerungen von früher wieder auf und ließen eine lebendige Stimmung in dieser Uraltrunde aufkommen.

Von einer 96-Jährigen hatte der Heimatverein das Hochzeitsfoto mitgebracht. Die Seniorin bedauerte zur Erheiterung aller, dass sie wegen einer Sehschwäche jetzt leider nicht mehr sehen könne, wie jung und schön sie mal war. Nach rund drei Stunden traten die Senioren dann den Heimweg an, der durch einen Fahrdienst des Heimatvereins organisiert wurde.

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