Kalterherberg - 60 Jahre altes Wegekreuz restauriert und vor dem Verfall gerettet

60 Jahre altes Wegekreuz restauriert und vor dem Verfall gerettet

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Wieder ist ein Kleinod in und um Kalterherberg gerettet. Elfriede und Erich Conrads haben das Wegekreuz auf dem Kölsch Berg restauriert und damit vor der Vergänglichkeit bewahrt. Foto: Walter Mertens

Kalterherberg. Im Perlbachtal, unterhalb von Gut Heistert am Unteren Steg steht seit den 60er Jahren auf dem so genannten „Kölsch Berg” ein Wegekreuz. Mathias Hermanns war es seinerzeit, der dieses Kreuz auf der Hügelkuppe errichtet hat. Aufgrund seiner exponierten Stelle leuchtete dieses Kreuz über viele Jahrzehnte dem Wanderer im Perlbachtal.

Doch die Zeit ging natürlich auch an diesem Kreuz nicht spurlos vorüber. Mit den Jahren verwitterte die weiße Farbe und die Eichenbalken setzten Moos an. Es wäre wohl nur eine Frage der Zeit gewesen, bis diesen Zeichen aus vergangenen Jahrzehnten für immer verschwunden wäre.

Kreuz grüßt im Perlbachtal

Wieder einmal ist es dem Eifelverein Kalterherberg, und hier vor allem der engagierten Vorsitzenden Elfriede Conrads zu verdanken, dass dieses Kreuz restauriert wurde und nun wieder für viele Jahre weiß-strahlend den Wanderer im Perlbachtal begrüßt.

Der Eifelverein Kalterherberg hatte sich zum Ziel gesetzt, am 22. November, dem diesjährigen Totensonntag, eine Themenwanderweg mit dem Thema „Wegekreuze erzählen ihre Geschichte” in das Jahresprogramm aufzunehmen.

Auf der ausgearbeiteten, neun Kilometer langen Wanderstrecke liegen acht Kreuze am Wegesrand, aufgestellt zum Gedenken an den Tod eines Menschen. Und eines dieser acht Wegekreuze ist das weiße Kreuz im Perlbachtal. Über die Jahre war es verblasst. Mit Moos und Stacheldraht übersät, war es für den Wanderer aus einiger Entfernung kaum mehr zu erkennen.

Dem haben Elfriede und Erich Conrads jetzt Abhilfe geschaffen. Nachdem sie die Eigentumsverhältnisse geklärt hatten - das Grundstück gehört inzwischen der NRW Stiftung - und die Genehmigung für die Restaurierung erhalten hatten, nahmen die Beiden das Kreuz zunächst in Augenschein. Es besteht aus Eichenbalken, verziert mit Schnitzereien.

Das harte Eichenholz war noch tadellos in Schuss, lediglich an den Stirnseiten war Feuchtigkeit eingedrungen. Die Verankerung in der Erde war indes noch stabil und in Ordnung. Es galt also zunächst, den Stacheldraht und das Moos zu entfernen und die alte Farbe abzuschleifen. Nachdem die Beiden das Kreuz gespachtelt, geschliffen und mehrmals mit weißer Farbe gestrichen haben, erstrahlt das Perlbachkreuz jetzt wieder in neuem Glanz. Nur die Stirnseiten möchte Erich Conrads noch mit Zinkblechen vor einem weiteren Eindringen von Feuchtigkeit schützen.

Nur eines von vielen Projekten

Das Wegekreuz im Perlbachtal ist nur eines von vielen Projekten, die der Eifelverein Kalterherberg in den vergangenen Jahren angestoßen und umgesetzt hat und auch betreut. Neben 53 Bänken, 50 Flurnamenschildern und 46 Wanderhinweisschildern betreuen die inzwischen 283 Mitglieder des Eifelvereins auch Einzelprojekte wie das Naturdenkmal Theisbaum oder die Viehtränke auf dem unteren Messeweg in so genannten Patenschaften. Wenn man als Wanderer in Kalterherberg unterwegs ist, findet man ausgezeichnete Wanderwege mit vielen Ruhebänken und interessanten Kleinoden aus vergangenen Jahrzehnten. All das ist nicht selbstverständlich.

Gepflegt wird das alles durch den Eifelverein. Aber auch dessen Mittel sind begrenzt. Farbe, Holz und Nägel müssen aus der kargen Vereinskasse gezahlt werden und manches Mitglied steuert sein Werkzeug auch noch privat dazu. Da ist Unterstützung immer wieder sehr willkommen, so betont Elfriede Conrads. Wer also die Arbeit des Eifelvereins Kalterherberg unterstützen möchte, der darf das gerne durch eine Spende oder eine Mitgliedschaft tun.
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