Aachen - 60 Firmen locken 1000 Jungakademiker auf Shuttle-Tour

60 Firmen locken 1000 Jungakademiker auf Shuttle-Tour

Von: Matthias Hinrichs
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Diese Chance liegt auf der Hand: An den Infoständen der 63 teilnehmenden Unternehmen herrschte ebenso reges Treiben wie in den Bussen bei der Tour durch die Aachener Hightech-Landschaft. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Für Leute wie Christoph Schaps fährt die „Linie 3” an diesem Donnerstagabend, punkt 18 Uhr, nicht im Kreis des Grabenrings, sondern womöglich geradewegs die Karriereleiter hinauf. Startpunkt: die Zentrale der Aachener Gesellschaft für Technologietransfer am Europaplatz.

Schaps, Diplom-Maschinenbauer mit Abschluss an der RWTH Aachen, ist nämlich einer von rund 1000 Hochschulabsolventen vor allem aus den technischen Fakultäten, die sich eine Chance, wie sie die „2. Nacht der Unternehmen” bietet, keinesfalls entgehen lassen.

Drei Sonderbusse der Aseag nehmen ungezählte (Ex-)Studierende von RWTH und FH Aachen einmal mehr mit auf eine Reise in deren persönliche Zukunft.

Führende Mitarbeiter von rund 20 Firmen zwischen Pascalstraße und Technologiepark Herzogenrath warten an den „Shuttle”-Stationen bereits kaum weniger nervös auf ihre potenziellen Kollegen, um ihnen die Vorzüge ihrer Branche schmackhaft zu machen.

Zuvor freilich haben sich die frisch gebackenen Akademiker reichlich eingedeckt mit Informationen - an den Tischen der insgesamt 63 Unternehmen, die die Erfolgsgeschichte des deutschlandweit einzigartigen Projekts zur buchstäblich rasanten Beschäftigungsvermittlung im Agit-Foyer fortschreiben.

Schließlich soll für den viel zitierten Technologiestandort das gleiche gelten wie für jene, die dortselbst ihr berufliches (und persönliches) Glück finden wollen: Wer zuerst kommt...

„In Berlin will man es uns jetzt nachtun”, berichtet Rolf Geisen vom Vorstand der „Regina”, einem von mehreren Firmenverbünden, die die „Nacht der Unternehmen” 2008 aus der Taufe gehoben haben, im Gespräch mit dem stellvertretenden Chefredakteur unserer Zeitung, Bernd Büttgens, nachdem OB Marcel Philipp persönlich den spektakulären Schnupperreigen eröffnet hat.

Mit Kai Sosnizka und Carsten Hoelper kann Büttgens prompt zwei erfolgreiche Bewerber aufs Podium bitten, die im vergangenen Jahr quasi über Nacht den Sprung in den Beruf geschafft haben.

Kein Wunder, dass die beiden Ingenieure nicht weniger begeistert von der Initiative sind als die Rektoren von RWTH und FH, Professor Dr. Ernst Schmachtenberg und Professor Dr. Marcus Baumann, oder Dr. Götz Hartmann von der Sigma GmbH und Normann Laschet von Solland Solar, die sich dem ungewöhnlichen Schulterschluss zur Jobvermittlung angeschlossen haben.

Nicht weniger groß sind die Erwartungen natürlich bei Christoph Schaps und dessen „Kollegen”, als die Aseag-Gefährte endlich losdüsen. „Als Maschinenbauer habe ich großes Interesse an Konstruktion und Entwicklung, auch Projektmanagement wäre meine Sache”, verrät der 27-Jährige aus Heinsberg während der Fahrt im dicht besetzten Bus. „Außerdem bin ich ein kommunikativer Mensch, und das kann ja nur gut sein.”

Prompte Bestätigung erfährt der Kandidat zur ersten Stippvisite bei ISRA Parsytec auf der Hüls. „Wir brauchen Experten, die komplizierte technische Mess- und Inspektionstechnologie für Metall- und Papierverarbeitung auch gut erklären können”, sagt Geschäftsführer Michael Trunkhardt in seinem kleinen Vortrag am Powerpoint-Projektor.

Immerhin zehn hochqualifizierte Kräfte werden beim weltweit agierenden Software-Spezialisten derzeit gesucht.

Im Gespräch mit Trunkhardt und dessen Kollegen hat mancher potenzielle Bewerber an diesem Abend vielleicht schon ein bisschen mehr als den sprichwörtlichen Fuß in der Tür - noch bevor der nächste Aseag-Bus an selbiger bereitsteht.
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