5. Nationalpark-Kaltblutturnier: Die „Dicken” verblüfften

Von: ale
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Gehorsam zogen die Kaltblüter
Gehorsam zogen die Kaltblüter einen Holzstamm durch den Hindernisparcours. Foto: Anneliese Lauscher

Eicherscheid. Drei Pferdesportveranstaltungen an einem Tag, das machte der Reit- und Fahrverein Eicherscheid möglich. Zusammen mit dem 5. Nationalpark-Kaltblutturnier am Sonntag wurde ein Turnier für Ein- und Zweispänner sowie ein Turnier für Freizeitreiter ausgetragen.

Der 1. Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Eicherscheid, Hans-Willi Schophoven, erläuterte, dass man sozusagen drei Fliegen mit einer Klappe schlagen könne, weil die Helfermannschaft sich auf einen solchen Wettkampftag gut vorbereite und es auf der großen Anlage keine Platzprobleme gebe.

So fanden die vielen Zuschauer ein abwechslungsreiches Programm vor, das ihnen einige Bereiche des Pferdesports eindrucksvoll vor Augen führte. Über 50 Freizeitreiter hatten sich nach Eicherscheid locken lassen; das ansprechende Gelände und ein ausgeklügelter Geschicklichkeitsparcours boten ihnen ein interessantes Prüfungsangebot (gesonderter Bericht dazu folgt).

Zwanzig Gespanne maßen ihre Kräfte im Hindernisfahren, und schließlich gaben sich noch 18 Kaltblüter die Ehre, die aus Deutschland, Belgien und Luxemburg angereist waren.

Im Vergleich zum vorigen Jahr, als kalter Regen die Teilnehmer auf eine harte Probe stellte, war diesmal das Wetter einfach toll. So genossen die Pferdefreunde die Darbietungen der Kaltblüter, erläutert vom fachkundigen Dieter Käfer, der auf viele Einzelheiten hinwies. Fasziniert beobachtete man beispielsweise das Holzrücken, wobei die schweren Pferde verblüffendes Geschick an den Tag legten.

Eine „Schwachholzstange” war durch einen Parcours zu ziehen, die war wohl extra lang, insgesamt hatte das Gespann eine Länge von 17 Metern. Da staunten die Zuschauer nicht schlecht, wie gelassen, konzentriert und gehorsam die „Dicken” ihre Aufgabe meisterten.

Mit wenigen Hilfen dirigierten die Pferdeführer ihre vierbeinigen Sportkameraden, vorwärts und rückwärts können die Kaltblüter den Stamm bewegen.

Arbeitswillig und stark

„Solche Aufgaben lösen diese Pferde auch im Wald als Rückepferde”, erläuterte Burkard Hilgers, der mit der Organisation des Kaltblutfestivals betraut war, „etwa die Hälfte der Pferde, die man hier im Wettbewerb sieht, arbeitet noch im Wald.”

Wie arbeitswillig sie sind, das bewiesen die schönen Kaltblüter im Zugleistungswettbewerb: Da wurde ein Gewicht auf einen Schlitten gelegt, und dieser musste gezogen werden; anfangs waren es 400 kg, stetig wurde es schwerer.

Hierbei legte sich Max von Richard Lenz, einem Kaltblutfreund aus Belgien, mächtig ins Zeug: Er zog 850 kg über eine Distanz von 53 Metern und errang damit den Sieg. Gesamtsieger aus der Kombination der einzelnen Wettbewerbe wurde Jean Paul Heck aus Luxemburg, auch sein „Dicker” heißt Max.
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