Monschau - 40 Tonnen Stahl und neun schwindelfreie Kletterkünstler

40 Tonnen Stahl und neun schwindelfreie Kletterkünstler

Von: Christoph Hahn
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Rund 40 Tonnen Stahl werden Vorarbeiter Ditmar Polczik und seine acht Kollegen in die Hand genommen haben, bevor daraus im Zusammenspiel mit den Beschäftigten des städtischen Bauhofs Tribünen für rund 1100 Menschen geworden sind.

Monschau. Wenn bei der Eröffnung am Freitag die ersten Töne durch die Klassik-Arena auf der Monschauer Burg klingen, dann sind einige Stars schon wieder abgereist. Nicht, weil der Veranstalter ihnen die Gage schuldig geblieben wäre - die Männer von der Gießener Gerüstbau-Firma Nüssli tun ihre Arbeit, so lange noch kein Publikum da ist, um ihnen zu applaudieren.

Rund 40 Tonnen Stahl werden Vorarbeiter Ditmar Polczik und seine acht Kollegen in die Hand genommen haben, bevor daraus im Zusammenspiel mit den Beschäftigten des städtischen Bauhofs Tribünen für rund 1100 Menschen geworden sind.

Kletterfähig und artistisch hochbegabt sind sie, die neun „Nüsslis”. Ssportliche Ausdauer legen sie von der An- bis zur Abreise jeweils zwölf Stunden lang an den Tag. Ein Sturzregen kann das Team nicht von der Arbeit abhalten - „denn sonst kämen wir mit der Zeit gar nicht hin”, klärt Vorarbeiter Polczik auf.

Schwere Auffahrt zur Burg

Ihr Arbeitsmaterial hat ein Lkw nach Monschau gebracht. Fahrzeuge des Bauhofs sorgen dann für den Transport vom Lageplatz am Biesweg zur Burg - schon allein deshalb, weil die Zufahrt zur heutigen Jugendherberge nicht gerade einfach ist und schwere Lastkraftwagen die Anfahrt nicht einmal ansatzweise zu bewältigen vermögen.

Von daher stellt die Arbeits- und Baustelle an der Burg die Fachkräfte der Gießener Firma schon vor logistische Anforderungen, denn Stangen, Rohre und Verbindungsstücke müssen Fuhre um Fuhre in Container vom Biesweg zur Burg hoch geschafft werden. Das fordert jedes Mal auch die Künste der Fahrer heraus. Denn nicht nur sind die Auffahrtsrampen steil - die letzte Kurve, die unmittelbar unter der Bühne hindurch führt, ist zudem noch eng wie nur irgendwas.

Mögen auf der Bühne auch noch so viele Meisterwerke gegeben werden - wer ein Meister seines Faches ist, zeigt sich bei der „Monschau Klassik” schon lange vor dem ersten Ton.
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