32.300 Zuschauer im Stadion und ein paar Millionen am TV

Von: Holger Richter
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Eine von vielen: Am Mittwochabend werden 23 Kameras das Spiel der Alemannia gegen die Bayern auf dem Tivoli einfangen. Das Medieninteresse am Pokalviertelfinale ist riesig. Foto: Imago/Sven Simon

Aachen. Erik Meijer ist froh, dass es nun endlich losgehen kann - mit dem großen Spiel gegen die Bayern. „Es nervt langsam, ständig SMS von Freunden beantworten zu müssen, denen erst jetzt eingefallen ist, dass wir bald gegen Bayern München spielen”, sagt der Alemannia-Manager. Doch diese Zeit ist ja nun bald vorbei: „Am Mittwochabend schauen ein paar Millionen Menschen auf die Alemannia. Und das ist gut so.”

Damit neben den 32.300 Zuschauern im ausverkauften Tivoli auch die von Meijer erhofften „paar Millionen Menschen” das Viertelfinale im DFB-Pokal zwischen der Alemannia und dem Rekordpokalsieger aus München sehen können, dafür sorgen Steffen Simon und sein Team. Denn der 45-Jährige wird den Pokalschlager kommentieren. Und von der Alemannia ist er einigermaßen beeindruckt.

„Welcher Klub kann denn schon von sich behaupten, die letzten drei Heimspiele gegen den FC Bayern gewonnen zu haben”, sagt Simon. Zudem suche sich die ARD für ihre Live-Pokalspiele gerne die Kombination „Klein gegen Groß” aus. „Wegen der beiden Pokalschlachten, die es zwischen den beiden Klubs schon gegeben hat, der tollen Flutlichtatmosphäre auch auf dem neuen Tivoli und des attraktiven Hurra-Stils der Alemannia ist die Entscheidung recht schnell für dieses Spiel gefallen”, sagt er. Außerdem binde der FC Bayern immer noch die meisten TV-Zuschauer.

Pressetribüne erweitert

Mit 40 Mitarbeitern wird Simon vor Ort sein. Neben ihm werden auch Gerhard Delling und Mehmet Scholl als Moderatoren-Duo in Aktion treten. Doch auch unabhängig von Simon, Delling & Co. ist das Medieninteresse an dem Spiel immens. Die Alemannia hat die Pressetribüne sogar um 20 Plätze auf nun 120 erweitert. Hinzu kommen 26 Arbeitsplätze für die live übertragenden Sender - außer in der ARD wird das Spiel im Bezahlsender „Sky” sowie im ARD-Hörfunk übertragen. Die Technik dafür wird erst am Spieltag angeliefert. Die ersten Übertragungswagen werden am Mittwochmorgen um 4 Uhr am Tivoli erwartet.

„Früher war der Aufwand für so ein Spiel für uns wesentlich größer”, erinnert sich Steffen Simon an die Zeiten, als die ARD die Livebilder noch selbst produziert hat. Inzwischen übernimmt dies der DFB, der die Bilder zur Verfügung stellt. Aber von den 23 Kameras auf dem Tivoli am Mittwochabend seien auch sechs eigene ARD-Kameras dabei.

Damit Simon zu diesen Bildern auch etwas zu sagen hat, wird er sich heute nach dem morgendlichen Training mit Aachens Trainer Peter Hyballa treffen, „um bei einer Tasse Kaffee über sein Team zu plaudern”. Die Bayern habe er in dieser Saison schon vier oder fünf Mal kommentiert, die kenne er schon. Aber auch „die Alemannia spielt ja nicht in der vierten Liga. Die letzten zwei Spiele habe ich mir angesehen”.

Wie viele Fernsehzuschauer sich die Alemannia anschauen werden, hängt natürlich auch vom Spielverlauf ab, sagt Simon. „Wenn Bayern früh mit 2:0 führt und den Spielbetrieb einstellt, werden es wohl sechs bis sieben Millionen sein.” Sollte das Spiel aber lange offen bleiben, eine Sensation in der Luft liegen, dann könnten sogar zehn Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen sitzen. Simon wäre es recht. „Ist doch logisch: Wenn es ein großes Spiel wird, dann macht das Kommentieren doch auch mehr Spaß.”

1,3 Tonnen Fritten warten auf die Fans

Auch in Sachen Verpflegung stellt das Spiel eine Herausforderung dar. Für die 16 Kioske hat die Alemannia bestellt: 1,3 Tonnen Fritten, 2800 Liter Glühwein, 12.000 Bratwürste, 12.500 Liter Bier und 11.500 Brötchen.

Die Alemannia bietet eine Sonderedition der Tivoli-Karte mit den Wappen der beiden Klubs für fünf Euro an. Zusammen mit dem DFB-Pokal-Schal ist diese Karte für 16,99 Euro erhältlich. Zudem gibt es eine Sonderausgabe des Tivoli-Echo. Das 28-seitige Stadionheft erscheint in einer Auflage von 15.000 Stück und wird kostenlos verteilt.

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